Familienzentrum Hirrlingen
: Ein Ort der Begegnung und Gemeinschaft für Familien

Gut, wenn bei der aktuellen Hitze eine Klimaanlage im Haus ist. Vor allem, wenn die Kinder turnen, sich bewegen oder Party feiern.
Von
Marzell Steinmetz
Hirrlingen
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Für Ira Wunderle ist das Familienzentrum in Hirrlingen ein „Herzensprojekt“.

Für Ira Wunderle ist das Familienzentrum in Hirrlingen ein „Herzensprojekt“.

Marzell Steinmetz
  • Familienzentrum Hirrlingen bietet Raum für Gemeinschaft, Bildung, Austausch und Erlebnis.
  • Gegründet im Oktober 2024 im Gewerbegebiet; Leitung durch Ira Wunderle, Konzept wird ausgebaut.
  • Angebote: Kurse der Hebammenpraxis, VHS-Bildung, Kreativworkshops, Eltern-Kind-Café, Erste Hilfe.
  • Geplant ist mehr Einbindung von Großeltern – Ziel ist Begegnung von Jung und Alt.
  • Ferienaktionen wie Waldwoche und „Osterabenteuer“ mit Pferden; Einzugsgebiet bis Nagold.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

100 Quadratmeter groß ist der Raum des Hirrlinger Familienzentrums. Kindergeburtstage, Ferienprogramm, Kurse, Vorträge, Bildungsangebote „rund um die Familie“ finden hier statt. Im Oktober 2024 hat Ira Wunderle, die vor sechs Jahren von Gruol nach Hirrlingen gezogen ist, das Familienzentrum im Gewerbegebiet mit einer Partnerin eröffnet.

Inzwischen ist sie allein, das Konzept hat sie aber beibehalten und will es sogar noch ausbauen. So möchte sie etwa die Großeltern stärker einbinden. „Jung und Alt unter einen Hut zu bringen, ist meine Vision“, erklärt sie. Ihre Idee dabei: einen Raum und Möglichkeiten für Gemeinschaft, Bildung, Austausch und Erlebnis zu bieten. „Es ist ein Herzensprojekt“, sagt sie. Da hat sie auch schon viel Energie hineingesteckt.

Corona-Pandemie hat Bedeutung sozialer Kontakte gezeigt

Zehn Jahre lang war Ira Wunderle in der Kindertagesbetreuung tätig. Angesichts dessen kennt sie die Bedürfnisse junger Eltern. Darauf stimmt sie die pädagogischen Ziele ab: Kinder zusammenzuführen, Gemeinschaft erleben zu lassen, ihnen Selbstbewusstsein zu geben, aber auch Teamfähigkeit zu erlernen. Das vor allem will sie fördern. Die Corona-Pandemie habe gezeigt, wie wichtig soziale Kontakte seien.

Andererseits weiß sie, dass es bei der Erziehung viele Unsicherheiten bei den Eltern gibt. Sie wollten alles perfekt machen, hätten aber auch Ängste. Wo soll die Mutter mit dem Säugling hingehen, wenn es regnet oder es, wie gerade jetzt, zu heiß für den Spielplatz ist? Das Familienzentrum soll eine Anlaufstelle für Eltern mit ihren Kindern sein.

Worauf die 30-Jährige aber Wert legt: Es müssen qualifizierte Angebote sein, auf die sie verweisen kann. Inzwischen veranstaltet eine Hebammenpraxis Kurse zur Schwangerschaft. Die Volkshochschule macht Bildungsangebote. Kreativworkshops, Eltern-Kind-Café, Erste Hilfe fürs Kind oder Vorträge, „wie man mit Wut umgeht“ können angeboten werden. Im August startet ein Selbstverteidigungskurs. Der diene dazu, die Resilienz der Kinder zu stärken.

Lange nach einem geeigneten Raum gesucht

Der große Raum im ersten Obergeschoss ist ideal und flexibel nutzbar. Zum Turnen und Austoben ist eine große Gummimatte ausgelegt, die für einen Kinderbrunch aber auch leicht wieder entfernt werden kann. In der Ecke sind Gymnastikbälle gestapelt. Mit weiteren Gerätschaften wie einer Röhre zum Durchkriechen lässt sich ein Bewegungsparcours aufbauen. Ira Wunderle erzählt, wie sie bei abgedunkelten Fenstern und mit Neonlichtern ein besonderes, dreistündiges Erlebnis in der Dunkelheit geschaffen hat. Oder mit den Kindern auf Schatzsuche ging und dabei gemeinsam Aufgaben gelöst werden mussten.

„Wir haben lange nach einem geeigneten Raum gesucht“, berichtet sie. Das Gebäude im Gewerbegebiet ist noch neu. Die Räume haben eine Fußbodenheizung und eine Klimaanlage, die im Sommer gute Dienste leistet.

Pferde helfen bei pädagogischer Arbeit

Ein Programm für Kinder stellt Ira Wunderle auch in den Schulferien auf. Über Ostern besuchte sie mit einer Kindergruppe den Pferdehof von Ludwig Göhner in Frommenhausen. In kurzer Zeit sei das „Osterabenteuer“ ausgebucht gewesen. Die jungen Teilnehmer erfuhren dabei viel Wissenswertes über den Umgang mit Pferden, die Pferdezucht- und -haltung. Ira Wunderle bezieht gern Pferde und überhaupt Tiere in die pädagogische Arbeit mit ein. Eventuell wiederholt sie die Aktion im Herbst. An Pfingsten bot sie eine Waldwoche an. Ferienprogramm ist bei der Ganztagsbetreuung an Grundschulen ein Thema. Sie ist überzeugt: Der Bedarf ist da. Sie wäre jedenfalls offen für Kooperationen.

Das Einzugsgebiet ihres Familienzentrums reicht inzwischen von Mössingen, und Rottenburg, über Rangendingen bis nach Starzach und Nagold. Mit dem Standort in Hirrlingen ist sie sehr zufrieden. Allerdings sagt sie auch: Das Projekt stehe und falle mit der Nachfrage. Sie ist optimistisch: „Ich habe das Gefühl, dass das Familienzentrum gut angenommen wird.“

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