Eröffnungsball in Salzstetten: Im Narrenhimmel ist der Teufel los

Die Showtanzgruppe aus Ergenzingen ließ sich von Pipi Langstrumpf inspirieren und sorgte mit ihrer Darbietung für Begeisterung beim 20-jährigen Jubiläum des „Gsendl“.
Andreas Wagner/Andreas WagnerDer Abend stand ganz im Zeichen des „Gsendl vom Schlössle“. Das „Gsendl“ ist mit der Gründung 2005 die jüngste Gruppe der Zunft. Sie verkörpern die Bediensteten des Hofstaats, was durch ihre meist braun-beigen Gewänder und die Körbe voller Schnaps, Wurst und Schmalzbrot zum Ausdruck gebracht wird. So feierten die Narren mit dem Eröffnungsball ausgelassen das 20-jährige Jubiläum des „Gsendl“. Unter dem Motto „Hebat eich!“ nahm die Party nach dem Einmarsch des Gastgebers in den Gemeindesaal an Fahrt auf.
„Abfahrt Richtung Party“
Zunftmeister Markus Fischer überließ die Moderation seinem Umzugskoordinator Stefan Welle. „Ich bin schuld daran, dass morgen so viel los sein wird in Salzstetten“, teilte Welle amüsiert in Bezug auf den großen Fasnetsumzug am Sonntag mit. 3050 Hästräger verteilt über 53 Zünfte und Gruppen wurden schließlich erwartet. Für unterhaltsame Stimmungsrunden sorgten wie am Tag zuvor die „Schwarzwald Buam“, die nach dem Gardetanz des Gastgebers dem Publikum weiter einheizten. Im Narrenhimmel angekommen, veranschaulichte die Showtanzgruppe „Just 4 Fun“ aus Gündringen, dass der Teufel im Gemeindesaal Salzstetten los ist.
Akrobatische Einlagen
Die NZ aus Lützenhardt ließ sich nicht lange bitten und legte mit ihrem Hexentanz nach. „Ready, Steady, Go!“, hieß es anschließend, wie die Narren aus Altheim proklamierten und im Affenzahn „Abfahrt Richtung Party!“ in ihrem Showtanz zelebrierten. Die Showtanzgruppe aus Ergenzingen ließ sich von Pipi Langstrumpf inspirieren und sorgte mit akrobatischen Einlagen und einer menschlichen Pyramide zum Schluss für große Begeisterung beim 20-jährigen Jubiläum des „Gsendl“.
Große Vorfreude auf die „Tuders“
Noch einmal sorgten die „Schwarzwald Buam“ mit Hits wie „Wahnsinn“ (Wolfgang Petry), „Fürstenfeld (S.T.S) und „Hulapalu“ für Festzeltstimmung, die den Narren ein Lächeln ins Gesicht zauberte. Mit großer Vorfreude fieberten die Gäste ferner dem krönenden Abschluss durch die „Lustigen Tuders“ entgegen. Lautstark setzten sich die Trompeter und Posaunisten auf der Empore in Szene, während die Rhythmussektion lässig in den Gemeindesaal einmarschierte. Bis zum Schluss hielt es die Besucher nicht mehr ruhig auf den Plätzen und das Publikum stand zur musikalischen Darbietung der Guggen sprichwörtlich Kopf auf den Bierbänken.