Eröffnung in Altheim
: Neuer Spielplatz nach Weltmeister Michael Jung benannt

Der neue Michael-Jung-Spielplatz wurde eröffnet – der Namensgeber hält die Schaffung des Platzes für eine tolle Idee.
Von
Peter Morlok
Oberndorf
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Blick auf den Spielplatz – das Spielgerät vorne wurde unter anderem von den Anwohnern finanziert.

Peter Morlok

Mit was soll man als Stadt einen Mann ehren, der zu den herausragenden Persönlichkeiten in seiner Sportart, der Vielseitigkeitsreiterei, gehört, ohne mit der kommunalen Rechtsaufsicht ins Gehege zu kommen?

Vor dieser Frage stand die Horber Verwaltungsspitze, als der Altheim Michael Jung am 29. Juli 2024 im Schlosspark von Versailles seine vierte olympische Goldmedaille auf seinem sportlichen Team-Kameraden „fischer chipmuk“, einem Holsteiner Fuchs-Wallach, holte.

Bereits einige Ehrungen

Ehrenbürger von Horb ist er bereits, sein Heimatort Altheim begrüßt ihn an allen Ortsein- und -ausgängen mit besonderen Ehrungsstelen; Wald darf man ihm nicht schenken, wenn man ein Begrüßungsbanner aufhängt, wehrt sich die Dornstetter Straßenmeisterei, und wenn man Altheim in Jungheim umtaufen möchte, schimpft die Ortsvorsteherin. Eine Straße darf man (noch) nicht nach ihm benennen – also waren Ideenreichtum und Kreativität gefragt, um die Leistungen dieses Ausnahmesportlers durch eine besondere Ehrung hervorzuheben.

Der vierjährig Lio hilft seinem Papa Michael, die Ehrentafel zu enthüllen.

Foto: Peter Morlok

Ideen waren gefragt

Irgendetwas Öffentliches, ganz Offizielles sollte es schon sein, und so kam eine pfiffige Person im Horber Rathaus (oder in der Altheimer Ortsverwaltung) auf die Idee, den Spielplatz im Laiber in „Michael-Jung-Spielplatz“ umzubenennen.

Bevor man dies aber ein Jahr später, genau einen Tag vor seinem damaligen Goldritt in Paris und nur drei Tage vor seinem 43. Geburtstag, tun konnte, galt es erst einmal, diesen Spielplatz, auf dem nur noch eine alte Holzschaukel stand, zu ertüchtigen. Die Anwohner und die Ortsverwaltung investierten Geld in ein Multifunktionsspielgerät mit Sandkasten drumherum, und die Stadt Horb spendierte zwei innovative Holzspielzeuge – ein Wackel-Pferdchen und eine zweisitzige Pferde-Wippe –, um dem Spielplatz ein wenig das Flair des Reitsports mitzugeben.

Platz könnte noch wachsen

„Bei jedem internationalen Erfolg von dir stellen wir hier ein neues, kindgerechtes Pferdespielgeräte dazu“, versprach Horbs Oberbürgermeister Peter Rosenberger. Jetzt kann man nur hoffen, dass sein Nachfolger im Amt, Michael Keßler, der ebenfalls vor Ort war, dies auch gehört hat und umsetzt. Da man davon ausgehen darf, dass Michael Jung noch einige Erfolge nach Hause reitet, wird das also nach und nach der Reiterspielplatz schlechthin, und Jung scherzte, dass man irgendwann auch noch ein Hotel bauen muss, damit all die Leute, die auf „seinem“ Spielplatz spielen wollen, auch untergebracht werden können.

Ballance lernen

Für den Geehrten war diese Ausstattung des Spielplatzes auf jeden Fall eine Superidee, den hier könnten die Kinder schon ganz früh ihre Balance schulen, was bei der Reiterei ganz wichtig sei. Sie können aber auch herumtoben und die Gemeinschaft mit anderen Kindern erleben, hob er hervor.

Altheims Ortsvorsteherin Sylvia Becht ist besonders stolz auf die Namensgebung des Spielplatzes, wie sie im Zuge eines Grußwortes betonte. „Nicht nur wegen der internationalen Erfolge, sondern auch wegen der Bodenständigkeit und Heimatverbundenheit, die Michael Jung auszeichnet.“

Dann durfte der vierjährige Sohn des Ehepaars Jung seinem Papa helfen, die Ehrentafel auf dem Spielplatz zu enthüllen. Ein, zwei kurze Züge am weißen Leinen, und aus einem namenlosen Spielplatz wurde der Michael-Jung-Spielplatz. Ein Bild, das den Meister zusammen mit seinem Wallach zeigt, ziert ab sofort den Spielplatz, den die Kleinen vom Kindergarten auch sofort in Beschlag nahmen.

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