Eltern in Rottenburg in Sorge
: Durchfall und Erbrechen nach Besuch auf Wasserspielplatz?

Kinder klagen über Übelkeit und müssen sich teilweise übergeben: Gibt es ein Problem mit der Wasserqualität des Wasserspielplatzes im „Schänzle“? So reagiert nun die Stadtverwaltung.
Von
Florian Ganswind
Oberndorf
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Das Wasser sprudelt derzeit nicht auf dem Wasserspielplatz im „Schänzle“. Aktuell wird das Wasser untersucht, nachdem mehrere Kinder erkrankt sind.

Nowotny

Wenn es warm wird, dann ist ein Wasserspielplatz ein beliebter Anziehungspunkt. Besonders dann, wenn auch das Neckarfest stattfindet. Kinder genießen die Erfrischung und den Wasserspaß. Doch der Beitrag eines Elternteils am Montag auf der Facebook-Seite „Dein Rottenburg“ sorgt jetzt für Aufregung. Im Mittelpunkt: der neue Wasserspielplatz im „Schänzle“ – ein Gebiet, das aktuell ständig „Baugebiet“ ist.

Im Beitrag heißt es: „Meine Tochter sowie ihre Freunde, wo da alle gespielt haben, sind alle krank mit Erbrechen (Spucken).“ In der Schulklasse der Tochter seien einige erkrankt.“ Deshalb stellt das Elternteil in den Raum: „Da stimmt was mit der Wasserqualität, vermute ich.“ Falls ein Problem bestehe, müsse etwas unternommen werden.“ Es folgen zahlreiche Kommentare. Und manche untermauern möglicherweise die Vermutung.

Weitere Eltern berichten von erkrankten Kindern

So schreibt Annekatrin N.: „Mein Sohn (2 Jahre) hat auch am Freitag dort gespielt und von Samstag auf Sonntagnacht hat er nur gespuckt.“ Annika M. schreibt: „Meine Tochter ebenfalls.“ Thomas F.: „Ich hab auch zwei kranke Kinder zuhause mit den Symptomen. Waren auch dort länger am Spielen…“

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Schwarzwälder Bote

Weitere Eltern schließen sich auf „Dein Rottenburg“ an und berichten, dass ihre Kinder nach dem Besuch des Wasserspielplatzes Symptome aufweisen.

Sind Infekte im Umlauf?

Allerdings verbreitet sich auch eine weitere These. So schreibt Michael F.: Bauchgrippe und Corona gehen gerade wieder rum... ist in vielen Schulen und Kitas auch ein aktuelles Thema. Meine Tochter hat es auch erwischt... sie spielte aber nicht am Wasserspielplatz.“

Stadtverwaltung reagiert

Die Stadt Rottenburg hat aber nun reagiert und meldet sich zu Wort: „Wir verstehen, dass man hellhörig wird, wenn das eigene Kind krank wird und dann solche Anmerkungen anderer Eltern auftauchen. Zur allgemeinen Information: Das Wasserspiel wird mit Leitungswasser betrieben. Das Spielen und Toben im Wasser steht daher nichts entgegen. Aktuell sind uns keine Probleme bekannt.“

Warten auf die Laborergebnisse

Man nehme allerdings die Hinweise „sehr ernst“. Deswegen ist der Wasserspielplatz aktuell stillgelegt. Die Stadtverwaltung schreibt im Kommentar: „Um sicher zu gehen, dass alles in Ordnung ist, wird das Brunnenfeld vorübergehend außer Betrieb genommen und das Wasser wird im Auftrag der Stadt untersucht. Darüber hinaus wird das Gesundheitsamt eine Probe des Wassers entnehmen.“ Noch müssen sich die Eltern aber gedulden. Die Laboruntersuchung benötige voraussichtlich zwei bis drei Tage.

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