ElringKlinger in Ergenzingen: Automobilzulieferer verzeichnet Umsatzeinbußen

Einen Standort hat ElringKlinger in Ergenzingen. (Archivfoto)
Daniel BegemannDer Konzern erzielte im zweiten Quartal 2024 mit 445 Mio. Euro (Q2 2023: 468,7 Mio. Euro) insgesamt 23,7 Mio. Euro oder 5,1 Prozent weniger Umsatz. Das berichtet das Unternehmen mit Hauptsitz in Dettingen der Erms (Kreis Reutlingen) in einer Pressemitteilung.
Hierbei wirkten neben Wechselkurseffekten unter anderem veränderte Abrufvolumina in einzelnen Serienprojekten für E-Fahrzeuge wie auch im Nutzfahrzeugbereich bremsend auf den Umsatz.
Währungsbereinigt betrugen die Umsatzerlöse im zweiten Quartal 450,7 Mio. Euro, ein Minus von 3,8 Prozent gegenüber der Vorjahresvergleichsperiode, im ersten Halbjahr 919,7 Mio. EUR, ebenfalls 3,8 Prozent weniger als im Vorjahr.
Schwächeres Marktumfeld
Thomas Jessulat, Vorstandsvorsitzender von ElringKlinger, sagt zu den Quartalszahlen: „Nach einem guten Start ins Geschäftsjahr 2024 spiegelt sich bei den Halbjahreszahlen das im Vorjahresvergleich schwächere Marktumfeld wider. Insgesamt haben wir das zweite Quartal mit soliden Kennzahlen absolviert. Mittel- bis langfristig sehen wir ElringKlinger sehr gut positioniert und sind bei SHAPE30 voll auf Kurs. Im Juni haben wir mit der Etablierung unseres Battery-Centers in den USA begonnen. Dies ist für den Konzern ein wichtiger Schritt in der Umsetzung seiner Transformationsstrategie SHAPE30, ab 2025 wird der Konzern dort vor allem Produkte der Batterietechnologie herstellen.“
Unterschiede je nach Region
In den einzelnen Regionen entwickelte sich der Umsatz im zweiten Quartal 2024 unterschiedlich. Während der Umsatz in Deutschland um 5,6 Prozent zulegte, war er in der Region Übriges Europa mit minus 4 Prozent rückläufig, währungsbereinigt minus 1,6 Prozent. Damit entwickelte er sich deutlich besser als die Automobilproduktion, die im zweiten Quartal in Europa um 6,1 Prozent (Europa ohne Deutschland und Russland: minus 7,8 Prozent) und in der Region Deutschland um 3,5 Prozent zurückging. In der Region Asien-Pazifik war mit minus 18,4 Mio. Euro ein erkennbarer, in Nordamerika mit minus 6,1 Mio. EUR ein leichter Rückgang zu verzeichnen.
Das Ergebnis je Aktie konnte gesteigert werden und lag in den ersten sechs Monaten 2024 mit 0,37 EUR beziehungsweise im zweiten Quartal 2024 mit 0,15 EUR deutlich über den Vorjahreswerten von 0,14 EUR beziehungsweise 0,04 EUR.
Optimismus bleibt
Vor dem Hintergrund der allgemein schwierigen wirtschaftlichen und geopolitischen Rahmenbedingungen bestätigt ElringKlinger auf Basis der Halbjahresergebnisse und der aktuellen Markteinschätzungen seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr. Der Konzern geht dementsprechend weiterhin davon aus, im laufenden Geschäftsjahr die Umsatzerlöse des Vorjahres organisch leicht zu übertreffen.
In dem schwierigen und unsicheren Marktumfeld gehe der Konzern davon aus, dass die neuen Serienaufträge für E-Fahrzeuge hochlaufen und die allgemeinen Vorhersagen für die Produktion von Light Vehicles wie auch im Nutzfahrzeugbereich nicht wesentlich weiter revidiert werden.