Ein Jahr FriedWald Starzach
: „Der Wald nimmt die Trauer für einen Augenblick“

Friedwald-Förster Frank Schmitt begleitet Menschen in der Vorsorge und im Trauerfall – und verrät, wie er sich seinen eigenen Abschied im FriedWald Starzach vorstellt.
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(red/pm)
Starzach
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Die letzte Ruhe unter einem Baum mitten im Wald – das ist seit einem Jahr im FriedWald Starzach möglich. Wer hier für sich oder einen Angehörigen ein Baumgrab sucht, wird von FriedWald-Förster Frank Schmitt begleitet.

Die letzte Ruhe unter einem Baum mitten im Wald – das ist seit einem Jahr im FriedWald Starzach möglich. Wer hier für sich oder einen Angehörigen ein Baumgrab sucht, wird von FriedWald-Förster Frank Schmitt begleitet.

FriedWald GmbH
  • FriedWald Starzach besteht seit einem Jahr und liegt im Landkreis Tübingen.
  • Förster Frank Schmitt begleitet Vorsorge, Baumauswahl und Beisetzungen – oft mit persönlichen Gesprächen.
  • Erweiterung Anfang dieses Jahres: rund 0,45 Hektar mit über 80 weiteren Bäumen nahe dem Andachtsplatz.
  • Beliebt sind Buchen und Ahorn; es gibt Plätze am Gemeinschaftsbaum bis zu Familienbäumen.
  • Nächste kostenlose Waldführung am 9. Oktober um 13 Uhr, Anmeldung unter 06155 848-100 oder online.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Wenn Frank Schmitt durch den FriedWald Starzach geht, ist es selten still. Nicht, weil es laut wäre – sondern weil sich Erinnerungen und Begegnungen vor seinem inneren Auge zeigen. Seit der Eröffnung vor genau einem Jahr begleitet er hier als Friedwald-Förster Menschen in der Vorsorge und im Trauerfall. In dieser Zeit ist ihm der Wald spürbar ans Herz gewachsen. „Der Wald liegt in meiner früheren Heimatgemeinde. Viele Menschen kenne ich von früher – und sie kennen mich“, sagt der gebürtige Bierlinger.

Eingebettet in die ländlich-idyllische Landschaft der Neckar-Alb-Region im Landkreis Tübingen hat sich der FriedWald Starzach in kurzer Zeit zu einem Ort entwickelt, an dem Natur und persönliche Abschiede eng miteinander verbunden sind. Rund 20 Menschen haben bereits ihre letzte Ruhe unter Buchen, Linden, Ulmen, Ahorn- und vereinzelten Walnussbäumen gefunden. Wer im 43 Hektar großen Bestattungswald unterwegs ist, merkt schnell: Es geht nicht nur um einen Platz im Wald – es geht um Erinnerungen, Beziehungen und ganz persönliche Geschichten. Für Frank Schmitt wird genau das bei Waldführungen immer wieder spürbar: „Es entstehen oft sehr persönliche Gespräche. Das macht diesen Ort besonders.“

Ein Andachtsplatz

Der FriedWald Starzach bietet mit gut begehbaren Wegen und einem Andachtsplatz mit Rednerpult, Holzkreuz, Urnenstele und Sitzbänken einen würdevollen Rahmen für individuelle Abschiede unter freiem Himmel. Viele Menschen entscheiden sich bereits zu Lebzeiten für diese Form der Bestattung – sei es aus Liebe zur Natur, aufgrund ihrer Verbundenheit mit dem Wald oder um Angehörige später zu entlasten. „Besonders beliebt sind Buchen und Ahornbäume“, sagt Schmitt. Die große Nachfrage nach Baumgräbern führte Anfang dieses Jahres dazu, dass das Angebot im FriedWald Starzach erweitert wurde.

Westlich der bisherigen Bestattungsfläche wurden auf rund 0,45 Hektar mehr als 80 weitere Bestattungsbäume ausgewählt – überwiegend Buchen und Ahornbäume, ergänzt durch einzelne Tannen, Linden und eine Kirsche. „Mit der Erweiterung können Interessierte auf Wunsch nun auch in unmittelbarer Nähe des Andachtsplatzes ihre letzte Ruhe finden“, erklärt Schmitt und ergänzt: „Im FriedWald Starzach gibt es für jeden Wunsch den passenden Baum – von einzelnen Plätzen am Gemeinschaftsbaum über einen Baum exklusiv für zwei sich nahestehende Menschen bis hin zu Bäumen für die ganze Familie oder den Freundeskreis.“

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Wie Besucherinnen und Besucher die unterschiedlichen Baumgrabarten im FriedWald erkennen, was ein Platz oder Baum kostet und wie eine Beisetzung gestaltet werden kann, erläutert Schmitt bei kostenlosen Waldführungen. Der nächste Termin findet am 9. Oktober um 13 Uhr statt. Eine Anmeldung ist telefonisch unter 06155 848-100 oder online unter www.friedwald.de/starzach möglich.

Bürgermeister begrüßt Friedwald

Auch in der Gemeinde ist der FriedWald angekommen. Für Bürgermeister Thomas Noé ist er längst mehr als ein neuer Bestandteil der Infrastruktur: „Der FriedWald Starzach gibt vielen Menschen in unserer Region die Möglichkeit, in der Natur Abschied zu nehmen. Er ist ein Ort des Trostes und gleichzeitig Ausdruck unserer Verbundenheit mit dem Wald.“

Für Frank Schmitt sind es vor allem die Begegnungen, die dieses erste Jahr geprägt haben. Gespräche mit Menschen, die vorsorgen möchten, und Momente mit Angehörigen, die Abschied nehmen. „Ich darf Menschen in schweren Zeiten begleiten. Der Wald nimmt die Trauer für einen Augenblick – und wir als FriedWald-Försterinnen und -Förster tragen unseren Teil dazu bei“, sagt Schmitt und meint mit „wir“ seine Kollegin Claudia Bulach, die wie Frank Schmitt Waldführungen, Baumauswahlen und Beisetzungen im FriedWald begleitet.

Der Andachtsplatz im FriedWald Starzach ist der zentrale Ort des Erinnerns und Gedenkens. Trauerfeiern können hier ihren Anfang nehmen.

Der Andachtsplatz im FriedWald Starzach ist der zentrale Ort des Erinnerns und Gedenkens. Trauerfeiern können hier ihren Anfang nehmen.

FriedWald GmbH

Auch über den eigenen Abschied hat sich Schmitt bereits Gedanken gemacht – mit der Bodenständigkeit und Offenheit, die ihn auszeichnen. Einen konkreten Baum hat er sich zwar noch nicht ausgesucht, doch eines steht fest: Seine Familie weiß, dass er sich eine letzte Ruhe im FriedWald wünscht. Und wenn es einmal so weit ist, darf es für ihn ruhig ein besonderer Platz sein: „Es muss kein gerader, ‚perfekter‘ Baum sein. Ich mag eher etwas Außergewöhnliches – zum Beispiel eine knorrige Hainbuche“, beschreibt der 54-Jährige seine Vorstellung. Bei seiner Beisetzung soll es locker zugehen: „Musik von Helene Fischer bis Bon Jovi, von den Toten Hosen bis Andreas Gabalier – querbeet. Und vor allem ehrlich: Es dürfen auch die nicht so guten Eigenschaften von mir erwähnt werden“, sagt er augenzwinkernd.

Über FriedWald

Die FriedWald GmbH hat mit der Naturbestattung eine Veränderung in der Bestattungskultur angestoßen. 2001 wurde mit dem FriedWald Reinhardswald bei Kassel der erste Bestattungswald als Alternative zum herkömmlichen Friedhof in Deutschland eröffnet. Seitdem ermöglicht FriedWald in Kooperation mit Ländern, Kommunen, Kirchen und Forstverwaltungen Baumbestattungen in gesondert ausgewiesenen Bestattungswäldern. Inzwischen gibt es bundesweit 100 FriedWald-Standorte, jeder ist ein nach öffentlichem Recht genehmigter Friedhof im Wald.

Das Unternehmen mit Sitz im hessischen Griesheim bei Darmstadt beschäftigt rund 220 Mitarbeitende am Unternehmenssitz (Verwaltung, Kundenbetreuung) und bundesweit (Standortentwicklung und Waldbetreuung). Zudem betreuen rund 300 FriedWald-Försterinnen und -Förster die FriedWald-Standorte vor Ort und begleiten Kundinnen und Kunden bei Waldführungen, Baumauswahl und Beisetzung. Die Marke FriedWald ist in Deutschland geschützt. Ziel ist es, in schönen Waldregionen ein einheitliches Naturbestattungskonzept zu gewährleisten.