DRK Eutingen: Wertvolle Zeit für Einsatz gewinnen

Bei Einsätzen muss es auch beim DRK schnell gehen.
Boris Roessler/dpaRund 200 Stunden steckten die Ehrenamtlichen nach einem Wasserschaden in die Sanierung der Räumlichkeiten und in die Wiederherstellung des Materials.
Das nächste Großprojekt für den kleinen Verein wartet schon: Der Bau einer eigenen Einsatzgarage für den Mannschaftstransportwagen (MTW). Derzeit ist der Ablauf im Einsatzfall nämlich alles andere als effizient, erklärt Bereitschaftsleiter Uwe Gscheidle. Wenn die Ehrenamtlichen zu einem Großeinsatz alarmiert werden würden, müssen sie zuerst ins DRK-Heim, dort den Schlüssel für die Garage holen, dann zur Garage bei der Grundschule fahren, den MTW abholen, zurück zum Heim, Material und Anhänger laden.
25 Minuten sind da gleich weg
„Da sind schnell mal 25 Minuten weg, dann brauchen wir nicht mehr ausrücken“, sagt Uwe Gscheidle. Deshalb will der Ortsverein beim DRK-Heim eine Garage für Anhänger und Fahrzeug bauen. Die erste Kostenschätzung liegt bei etwa 120 000 Euro. Der DRK-OV Eutingen finanziert sich ausschließlich über Spenden, Erlöse aus Diensten und Beiträge seiner Fördermitglieder.
Wertvoll sind hier auch die Spenden, wie aktuell vom Musikkapelle Eutingen mit Förderverein. Hartmut Meitz und Florian Weingärtner von der Musikkapelle Eutingen überreichten 300 Euro an Thomas Fritz und Uwe Gscheidle vom DRK-Ortsverein Eutingen. Bei einem gemeinsamen Rundgang durch die DRK-Räumlichkeiten erhielten sie einen Einblick in die Herausforderungen, mit denen der Ortsverein konfrontiert ist.
„Ihr leistet eine tolle Arbeit“, lobte Hartmut Meitz und Florian Weingärtner fügte hinzu: „Wir haben euch bei Festen auch schon gebraucht. Es ist für einen Vorsitzenden erleichternd, wenn man weiß, dass jemand da ist, der helfen kann.“ Daher fragten die beiden auch gleich für einen Dienst am Freitag, 20. Juni, beim Kultbierfest an. Die Rotkreuzler sollen dabei für die Absicherung sorgen.
Solche Dienste beschrieb DRK-Vorsitzender Thomas Fritz als sehr wichtig, zum einen, wenn etwas vor Ort passiert und schnell gehandelt werden kann. Zum anderen ist das DRK vor Ort präsent und zeigt, wie wichtig der Fortbestand ist. 22 Mitglieder auf dem Papier versucht das DRK aktuell wieder aktiver in das Vereinsgeschehen einzubringen. „Es ist wie überall, immer die gleichen Mitglieder bringen sich stark ein. Von einigen hören wir nur sehr wenig“, weiß Thomas Fritz. Doch der OV ist seit der Krise auf einem guten Weg und konnte auch sein Helfer-vor-Ort-System wieder aufbauen. Die sieben Ehrenamtlichen sind 365 Tage im Jahr einsatzbereit und hatten in diesem Jahr schon 64 Einsätze.
Künftig ist das Material an einem Ort
Da kann es auch schon mal passieren, dass Bereitschaftsleiter und HvO-Mitglied Uwe Gscheidle aus Leinstetten nach Eutingen fährt, um Menschen in Not zu helfen. Wenn in Zukunft die Garage steht, können auch die HvO auf das Material des DRK zentral zugreifen. Aktuell ist das Material an vier Orten verstreut und das DRK-Heim platzt aus allen Nähten.