Christuskirche Tumlingen
: Vom Bach-Festchor bis zu Segensliedern

Posaunenklänge und Gesang im Wechsel: Familiäres Musizieren wie in Wohnzimmer-Atmosphäre. Die Posaunenchöre und der Kirchenchor erfreuen die Christengemeinde.
Von
Walter Maier
Oberndorf
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Vokalisten und Bläser gestalteten eine schöne Abendmusik in der Christuskirche Tumlingen/Hörschweiler und wurden mit Beifall belohnt.

Walter Maier

Bläserklänge und Chorgesang erfüllte das Kirchenschiff der evangelischen Christuskirche Tumlingen/Hörschweiler mit geistlicher Chorliteratur. Gemeinsam musizierte der Kirchenchor Waldachtal im Wechsel mit den Posaunenchören Waldachtal und Igelsberg unter der engagierten musikalischen Leitung von Margrit Baur.

Drei Klangkörper konzertierten gemeinsam zur Ehre Gottes und zur Freude der Menschen. Die Instrumentalisten aus dem Freudenstädter Stadtteil Igelsberg verliehen dem gemeinsamen Bläserchor mehr Volumen und Strahlkraft. Auch deren musikalischer Leiter Friedemann Seid reihte sich beim Konzert in Waldachtal als Dirigent ein.

Den Konzertreigen eröffneten die Posaunenbläser mit „So viel Gutes“ des jungen Komponisten Jens Uhlenhoff (*1987), das beim 50. Landesposaunentag 2025 in Ulm uraufgeführt worden ist. Freude vermittelte der „Festchor“ von Johann Sebastian Bach (1685-1750): Hierzu ließ der Kirchenchor die Töne hell erklingen.

Ute Schork gab an der Orgel und am E-Piano

Beim Bach-Choral aus der Kantate „Wohl mir, dass ich Jesum habe“ brillierte Sonja Hayer als Solistin auf der Querflöte. Von dem zeitgenössischen Komponisten Traugott Fünfgeld (*1971) stammt das Bläser-Lied „Der Herr ist gut in dessen Dienst wir stehen.“ Das „Halleluja“ aus dem „Messias“ ist ein imposantes Werk von Georg Friedrich Händel (1685-1759), das Gymnasial-Musiklehrerin Ute Schork an der modernen Vleugels-Orgel gekonnt begleitete. Schork gab an der Orgel und am E-Piano dem Konzert einen musikalischen Rahmen.

Sonja Hayer brillierte auf der Querflöte.

Foto: Walter Maier

Akzentuiert klangen die Register bei der schottischen Dudelsack-Hymne „Highland Cathedral“ nach einer Melodie der beiden deutschen Komponisten Michael Korb und Ulrich Roever. Der Kirchenchor stimmte mit der getragenen Mendelsohn-Bartholdy-Komposition „Wirf dein Anliegen auf den Herrn“ auf den Ewigkeitssonntag ein.

Das anspruchsvolle „Sei stille dem Herrn“ aus dem „Elias“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809-1847) meisterte der Chor bravourös. „Dieser vierstimmige Chorsatz ist von der Intonation her schwer.“, meinte Dirigentin Margrit Baur. Die beiden vorgenannten Lieder vermittelten viel Trost in dieser Zeit. Herzen erreichten die Posaunenchöre mit dem populären irischen Segenslied „Möge die Straße uns zusammenführen“.

Gymnasial-Musiklehrerin Ute Schork begleitete an der modernen Vleugels-Orgel.

Foto: Walter Maier

Eine besondere Note in die Abendmusik brachten die Akteure mit „The Peace of God“ (Posaunenchöre) und dem A claire benediction-Segenslied „Möge Dir Gott seine Gnade erweisen“ (Kirchenchor) des angesagten englischen Komponisten John Rutter (*1945). Gemeinsam stimmten die Posaunenchöre, der Kirchenchor und die Orgel in das Schlusslied „Gloria sei Dir gesungen“ von Johann Sebastian Bach ein. Diakon Ralf Hornberger erbat den Segen Gottes.

Die Mühen der Proben haben sich gelohnt

Das gemeinsame Konzertieren in der heimeligen Atmosphäre der Tumlinger Christuskirche erwies sich einmal mehr als ein familiäres Musizieren wie in einem stattlichen Wohnzimmer. Großer Beifall belohnte die Akteure. Die Mühen der Proben haben sich gelohnt. Die Protagonisten konnten die Besucher mit einem musikalischen Programm beschenken, das die Facetten des Lebens von Freude bis zu Hoffnungen in weniger guten Tagen widerspiegelt.

Der Konzert-Erlös der gut besuchten Abendmusik kommt dem StattLädle Freudenstadt für bedürftige Menschen zugute.

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