Bürgerengagement Oberes Gäu: Ein Totalschaden wirbelt den Fahrbetrieb durcheinander

Ein Teil der ehrenamtlichen Busfahrer (links) aber auch die Vertreter der Kommunen im Oberen Gäu und der Rottenburger Hospitalstiftung (rechts) freuten sich über ihren „neuen“ Bürgerbus.
Klaus RanftDieser war notwendig geworden, weil das alte Fahrzeug der Hospitalstiftung Rottenburg vor einigen Monaten in einen Verkehrsunfall mit Totalschaden verwickelt war.
Gebrauchtes aber tadelloses Fahrzeug
Am Samstagmorgen wurde der zwar gebrauchte, aber sich in tadellosem Zustand befindliche Bus, ein Renault Trafic – 9 - Sitzer, (Zeitwert etwa 15 000 Euro) vor dem Haus am Seltenbach an die Fahrer übergeben. Mit den Fahrern freuten sich auch die Ortsvorsteher und Vertreter der vier Rottenburger Stadtteile Ergenzingen, Baisingen, Eckenweiler und Seebronn, die dem Förderverein angehören und das „Obere Gäu“ reflektierten. Der fünfte im Bunde, Hailfingen, hatte sich entschuldigt. Seitens der Hospitalstiftung waren Geschäftsführer Markus Holdenried und Referentin Samira Haas anwesend.
Baisingens Ortsvorsteher Philipp Küfer, der für die Einteilung der Fahrer zuständig zeichnet, wollte nicht groß auf die Erfolgsgeschichte des Bürgerbusses im Oberen Gäu eingehen, bedankte sich aber bei den Fahrern und richtete anschließend Lob -und Dankesworte an die Hospitalpflege, die wiederum als Fahrzeughalter auftrete, die Versicherung des Fahrzeuges übernehme, für die Instandhaltung sorge und obendrein noch 5000 Euro zum Kauf des Busses beigesteuert habe.
Einmaliges Engagement des Fördervereins gewürdigt
Als einmalig bezeichnete er das Engagement des Fördervereins Bürgerengagement Oberes Gäu. Dieser habe zunächst einmal in den Ortschaften Ergenzingen, Baisingen, Eckenweiler und Hailfingen einen Bürgergeldantrag gestellt und letztlich auch die Seebronner von dieser tollen Sache überzeugen können, die bis dato nicht zum Förderverein gehörten. So seien weitere 12 500 Euro zusammengekommen. Die stolze Summe von 4800 Euro spendeten namhafte Betriebe und Dienstleister im Oberen Gäu und auch der Infostand beim „Bitzer Cup“ des TuS Ergenzingen und zahlreiche Privatspenden hätten mit zu dem stolzen Endergebnis beigetragen.
Dank zollte Küfer letztlich auch der Stadt Rottenburg, die mit einem Bus vom „Oberen Neckartal“ dafür sorgte, dass während der Übergangszeit der Bürgerbus-Fahrbetrieb aufrechterhalten werden konnte.