Brauchtumspflege in Weitingen
: Bald ist wieder „Hoametfescht“

Am Wochenende 31. August und 1. September wird bereits zum 42. Mal das bekannte und beliebte „Weitinger Hoametfescht“ gefeiert.
Von
(red/pm)
Oberndorf
Jetzt in der App anhören

Die Weitinger Hoamet hat das große Fest ins Leben gerufen.

Morlok

Zum zweiten Mal gehen die Heimattage in Weitingen wieder auf dem neuen Festbereich zwischen der „Hoametscheuer“ und dem Kirchplatz über die Bühne. Bis ins Jahr 2019 mit dem grandios gefeierten 40-jährigen Jubiläum fand das Fest auf der gesperrten Ortsdurchfahrt mit einer Festmeile vom Schulhof bis hinunter zum Rathaus statt.

Dann machte die Corona-Pandemie für zwei Jahre einen Strich durch die Rechnung und ein weiteres Jahr lag es an der Verkehrssituation angesichts der Sperrung der Nordstetter Steige mit der Bedarfsumleitung der Autobahn A 81 über Weitingen. Und im vergangenen Jahr machte die mögliche „Adler“-Baustelle eine Verlegung erforderlich, sollte das „Hoametfescht“ nicht zum vierten Mal in Folge erneut ausfallen.

Zahlreiche Gruppen sind gerne beim Festumzug mit dabei.

Foto: Peter Morlok

Also entschieden sich die vier Veranstalter – „Weitinger Hoamet“, Musikverein, „Liederkranz“ und TSV – für die bereits genannte Alternative, nachdem mehrere andere Möglichkeiten geprüft und als nicht „hoametfeschttauglich“ angesehen wurden. Schließlich sollte der Charakter der Veranstaltung mitten im Dorf und mit der umgebenden historischen Kulisse erhalten bleiben. Dies macht das „Hoametfescht“ mit seinem dörflich-bäuerlichen Flair auch besonders aus.

Nicht von der Sperrung der Ortsdurchfahrt abhängig

Zwar ist der „Adler“ immer noch keine Baustelle und wird es aus verschiedenen Gründen auch dieses Jahr noch nicht sein, aber irgendwann dann schon. Dann müsste eh eine Alternative gefunden werden. Zudem ist man nicht mehr von der Genehmigung zur Sperrung der Ortsdurchfahrt abhängig.

Veranstaltet wurden sie nach ihrer Einführung 1980 auf Initiative von Hermann Nesch zunächst vom Förderkreis „Weitinger Hoamet“ alleine. Das Fest schlug auf Anhieb sofort ein und entwickelte sich neben der Fasnet zu einem weiteren Weitinger Markenzeichen und Aushängeschild. Irgendwann war das Fest, das jährlich immer größeren Zulauf bekam und das sich zu einer Veranstaltung mit regionalem Charakter entwickelte, von einem kleinen Verein alleine nicht mehr zu stemmen. Daher wurden 1994 der Musikverein und der „Liederkranz“ mit ins Boot geholt und später stieß auch der Turn- und Sportverein hinzu.

Waschweiber beim Hoametfest Weitingen.

Foto: Peter Breining

Möglich wurde der neue Festplatz auch durch das großzügige Entgegenkommen der katholischen Kirchengemeinde St. Martinus, die den Kirchplatz und das Begegnungshaus für das Fest zur Verfügung stellte.

Ein Grund war und ist die sehr gute Zusammenarbeit mit der „Hoamet“, dem Musikverein und dem „Liederkranz“ auf dem Gebiet der Brauchtumspflege und durch die musikalische Mitwirkung bei verschiedenen kirchlichen Anlässen das Jahr über.

Mostweiber beim Weitinger Homaetfest.

Foto: Peter Morlok

Das Festprogramm wird ähnlich ablaufen wie bisher auch. Nach dem Dämmerschoppen mit Fassanstich am Samstag mit dem Weitinger Musikverein heißt es wieder „Schwäbisch g’schwätzt ond g’songa“ mit Mundart- und Heimatabend weiterer musikalischer Unterhaltung durch das Duo „Hosenträger“ und Barbetrieb.

Der Festumzug gehört von Anfang an mit dazu

Nach dem Frühschoppen mit der Musikkapelle Eutingen und dem Mittagessen mit schwäbischer Küche folgt der Festumzug, der von Anfang an zum „Hoametfescht“ gehört. Danach herrscht wieder ein fröhliches und uriges Festtreiben. Zum fetzigen Abschluss werden dann die „Schwarzwaldbuam“ aufspielen und nochmals für Stimmung sorgen. Das „Hoametfescht“ kann also kommen und das hoffentlich schon legendäre schöne „Hoametwetter“ auch.

Anmelden zum Festumzug

Alle bisherigen und auch neue Umzugsteilnehmer
sind wieder zum Mitmachen eingeladen. Es haben schon einige Musikkapellen und Umzugsgruppen zugesagt, so dass es wieder einen bunten und urigen Umzug geben wird.

Eingeladen sind Gruppen
, die das frühere ländliche Dorfleben in Handwerk, Haus-, Land- und Forstwirtschaft darstellen, Trachtengruppen mit und ohne Pferdekutschen, Fahrer von Oldtimerfahrzeugen aller Art und anderes mehr.

Info:
Anmeldungen nimmt der „Hoamet“-Vorsitzender Hermann Nesch unter der Telefonnummer 07457/5434 oder Mobil unter 0175/2460596 sowie auch per E-Mail unter: hermann.nesch@kabelbw.de entgegen.

Der KreisLetter
Montag - Freitag um 7.00 Uhr
Alles Wichtige aus dem Kreis Freudenstadt Montag bis Samstag im kompakten Überblick.