Besuch in Salzstetten: Reise vom Ende der Welt: Glücklich in der Heimat

Hornberger-Geschwister: Herbert (von links), Irene, Helmut, Annette und Claudia.
Walter Maier- Annette Campbell aus Hallwangen lebt seit fast 30 Jahren mit Familie in Christchurch.
- Sie besuchte Geschwister und Freunde in Salzstetten, Hallwangen, Dornstetten und Kirchheim.
- Beruflich leitet sie die Pflege in einem Altenheim, ihr Mann ist Industrie-Elektriker.
- Neuseeland: Naturvielfalt, Maori-Kultur, seltene Beben – sie will dort ihren Lebensabend verbringen.
- In Deutschland genoss sie schwäbische Küche und besuchte Städte wie Freiburg und Heidelberg.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Seit fast 30 Jahren lebt die aus Hallwangen stammende Annette Campbell, geborene Hornberger, mit Familie in Christchurch auf Neuseeland am anderen Ende der Welt. Auch anlässlich des 60. Geburtstages ihrer deutschen Freundin und der Hochzeit ihres Neffen Patrick Hornberger in Salzstetten weilte die ausgebildete Krankenschwester jüngst mehrere Wochen in ihrer Heimat.
Über ihr exotisches Land im Südpazifischen Ozean – 23,5 Flugstunden und 18.690 Kilometer Luftlinie von Deutschland entfernt – hat sie immer viel zu erzählen. Während ihres jetzigen Heimaturlaubs war die 59-Jährige zu Gast bei ihrem ältesten Bruder Herbert Hornberger und Schwägerin Gisela in Salzstetten und bei ihren Geschwistern Irene Lau (Hallwangen), Claudia Saur (Dornstetten) und Helmut Hornberger (Kirchheim/Teck). Freilich gab es ein herzliches Wiedersehen mit zahlreichen Verwandten und Freunden. Die lebenspraktische, positiv denkende, gut organisierte (gut in Mathe) und ausgeglichene Naturliebhaberin konnte in ihrer Heimat alte Freundschaften wieder auffrischen.
Pflegedienstleitung in einem Altenheim übernommen
In Christchurch hat Annette die Pflegedienstleitung in einem Altenheim übernommen. Ihr neuseeländischer Mann Danial ist als Industrie-Elektriker selbstständig. Ihre beiden Kinder, Industrieelektriker Robin (1994) und Erzieherin Alexandra (1998), leben auch in ihrer Wahlheimat. „Im November werde ich Oma.“, freut sich Annette. Sie liebt die Naturvielfalt, die einzigartige Flora und Fauna, in dem von Agrar und Tourismus bestimmten Land. „Wir wohnen nur 15 Kilometer vom Meer und 100 Kilometer von den Bergen weg. Wir haben nur drei Monate Winter. “

Annette Campbell aus Neuseeland fühlt sich wohl in Salzstetten und ihrer Heimatregion.
Walter MaierHitzewellen hat sie jüngst in Deutschland erlebt. „Ein solches Ausmaß kenne sie von Neuseeland nicht, weil es dort am Meer gelegenen Christchurch immer windig ist.“ Fußball und die laufende Weltmeisterschaft sind auch in Neuseeland in aller Munde, zumal das Nationalteam bei der WM vertreten war. Rugby (All Blacks) ist in ihrer zweiten Heimat immer noch Nationalsport, aber Fußball (All White) befindet sich im Aufwind. „Die Fußballbegeisterung in Neuseeland hält sich noch in Grenzen“, ist ihre Einschätzung. „Aber Kinder spielen schon gerne Fußball. Das ist sichtbar.“
Eine der gefährlichsten Erdbeben-Regionen
In der 419.000 Einwohner zählenden Metropole auf der neuseeländischen Südinsel sitzt sie auf einem Pulverfass: Christchurch zählt zu einer der gefährlichsten Erdbeben-Regionen auf diesem Globus. Ein folgenschweres Beben der Stärke 6,3 erschütterte 2011 die zweitgrößte Stadt auf den Kiwi-Inseln.

Naturkulisse in Neuseeland: Annette Campell entdeckt ihre zweite Heimat.
CampbellZur aktuellen Lage: „Es gibt nur noch alle drei Monate ein kleines Beben.“ Überhaupt: Auf Neuseeland ist die ganze Welt abgebildet: „Oben kann man Ski fahren und unten am Strand baden.“ Sie erzählt: „Die Maori-Kultur ist immer noch allgegenwärtig. Diese feiern ihre Feste und Tänze.“ Der Haka ist ein traditioneller Tanz der Maori, der indigenen Bevölkerung Neuseelands. Sie berichtet von einem guten Miteinander mit den Ureinwohnern. „Der Lebensstandard auf Neuseeland hat sich gebessert, aber die Lebenshaltungskosten sind auch gestiegen.“
Schwäbische kulinarische Träume
„Schon bei meiner Anreise über Singapur hatte ich im Kopf, was ich in Deutschland unbedingt wieder essen und genießen möchte.“ Nämlich schwäbische Kost wie Maultaschen mit Kartoffelsalat, Linsen mit Spätzle und Kalbsleberwurst. Zu ihren Leibspeisen zählt sie auch Schweinebraten mit Knödel, Schwarzwälder Kirschtorte, Käsesahnetorte, Johannisbeerkuchen, Zwetschgenkuchen und vor allem Brezeln und Laugenweckle. Auf Neuseeland bevorzugt sie Hähnchen und Lammfleisch. Als Leckerbissen kommen schon mal die Pana-Meeresmuscheln auf den Tisch, eine Spezialität. In ihrer Wahlheimat hält sie sich mit Wandern, Laufen und Schwimmen fit.
Ein Faible für historische deutsche Städte stand bei ihrem Heimatbesuch 2026 erneut hoch im Kurs: Freiburg, Heidelberg, Tübingen, Konstanz, Eichstätt, Ingolstadt. Sehr gefallen hat ihr auch ein Abstecher in die Schweiz, nach Basel und in die Westschweiz mit Gstaad und Saanen.
Noch als Annette Hornberger besuchte die Hallwangerin früher die Realschule Dornstetten. Krankenpflege lernte sie in Calw, wo sie auch die Fachhochschulreife erlangte. Anschließend studierte sie Sozialarbeit in Freiburg. Inzwischen lebt sie gerne auf der Kiwi-Insel. „Meinen Lebensabend möchte ich in Neuseeland verbringen, auch schon der neuseeländischen Rente wegen.“
Bald kann Annette Campell auf Neuseeland selbst ihren 60. Geburtstag feiern. Inmitten der Blütenpracht des Schmetterlingsblütlers Blauregens (Wisteria) Übrigens: Seit Kindestagen an ist sie Meerschweinchen-Liebhaberin. Am „Ende der Welt“ hat sich Kater „Pedro“ dazugesellt.