Azubi-Speed-Dating in Horb
: Der persönliche Kontakt steht im Fokus

Pünktlich um 9 Uhr startete am vergangenen Mittwoch die siebte (oder achte) Auflage des Azubi-Speed-Datings in der Horber Hohenberghalle.
Von
Peter Morlok
Oberndorf
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Prominenz aus dem Landkreis und den Städten Horb und Freudenstadt überbrachten Grußworte. Unser Foto zeigt von links: Elke Latscha, Thomas Kreidler, Wolfgang Fahrner, Reinhard Geiser, Ralf Bohnet, Götz Peter und Stefan Rump.

Peter Morlok

Es ist eine Veranstaltung, die der Landkreis Freudenstadt zusammen mit den großen Kreisstädten Horb und Freudenstadt veranstaltet. Und dies jeweils im Wechsel, also einmal in Horb, das andere Jahr in Freudenstadt.

Über 50 Firmen – vom Finanzamt bis zur gehobenen Gastronomie und dem Dienstleistungsgewerbe, vom Baugewerbe bis hin zu Banken, Verwaltung und kaufmännischen sowie sozialen Berufsfeldern präsentierten eine breite Auswahl an Lehrstellen und nutzen bei dieser Art von Veranstaltung die Chance, mit jungen Menschen zu den Themen Ausbildung und duale Studiengänge direkt und auf besondere Weise in Kontakt zu kommen.

Wie wichtig diese niederschwellige Form der Nachwuchsgewinnung ist, das verdeutlicht die Anwesenheit von führenden Repräsentanten vom Kreis und den beiden Städten.

Es gab 825 terminierte Gespräche

An ihrer Spitze stand der stellvertretende Landrat Reinhard Geiser, der sich besonders freute, dass man in diesem Jahr 825 terminierte Gespräch hat, was in etwa eine Steigerung von 200 Gesprächen im Vergleich zum Vorjahr bedeute. Auch mit 300 Bewerbern konnte man das Vorjahrsergebnis um 80 Personen steigern, betonte der Erste Landesbeamte.

Andrew Fletcher erkundigte sich am Stand des Schwabo bei Beate Hezel über den Beruf des Kaufmannes für Dialogmarketing.

Foto: Peter Morlok

Schulrektor Götz Peter vertrat als 1. ehrenamtlicher OB-Stellvertreter die Stadt Horb und Bürgermeister Wolfgang Fahrner die Stadt Freudenstadt. Beide überbrachten Grußworte.

Ralf Bohnet, Wirtschaftsförderer des Kreises Freudenstadt, seine Kollegin Elke Latscha, Wirtschaftsförderin von Freudenstadt, Horbs Citymanager Thomas Kreidler sowie Stefan Rump-Schmidt von der Rottenburger Agentur für Kommunikationsberatung „Dialogmanufaktur“ waren für Organisation und Durchführung dieser Veranstaltung verantwortlich.

Das Angebot der 52 Firmen wurde teilweise gut angenommen.

Foto: Peter Morlok

„Zeig uns, wer du bist!“ Unter dieser Überschrift stand das diesjährige Azubi-Speed-Dating, das Unternehmen erneut die Möglichkeit bot, junge Nachwuchskräfte kennenzulernen. Anstelle von Noten und Zeugnissen rückte bei diesem Treffen der persönliche Kontakt in den Fokus.

Großer Andrang im Foyer der Hohenberghalle – hier befand sich die Anmeldung für dieses Speed-Dating.

Foto: Peter Morlok

In ihren Grußworten betonten die Repräsentanten, dass sie die Sorgen der Unternehmen kennen, wenn es darum gehe, denn richtigen Azubi für den jeweiligen Betrieb zu finden. Sie betonten, dass junge Menschen mehr als ihr Zeugnis und ihre Bewerbungsmappe sind und dass sie bei jedem Live-Matching ihre Stärken viel besser herausstellen können, als es mit einer bloßen schriftlichen Bewerbung möglich ist. „Der erste Eindruck zählt ebenso wie die Wahrnehmung der Persönlichkeit. Zeugnisse und Bewerbungsmappen spielen deshalb an diesem Tag keine Rolle“.

Infos zum Beruf des Sepditionskaufmannes gab es von Firmenchef Siegfried Blum (links) im direkten Gespräch.

Foto: Peter Morlok

Ein Statement, das auch Hans-Peter Schmid, Geschäftsführer der Firma Reck & Gass, nur bestätigen konnte. Die Firma hat inzwischen zwei ihrer Azubis auf eben diese persönlichen Weise kennenlernen und eingestellt, wie Schmidt am Rande der Veranstaltung erwähnte. Diese Art des „Azubi angeln“ funktioniert also und wird offensichtlich immer beliebter. Obwohl es auch einige Absagen bei den interessierten jungen Schülerinnen und Schüler der Abschlussjahrgänge 2024 bis 2026 gab, konnte man reihum an den Tischen fast nur zufriedene Gesichter sehen, denn an Gesprächsterminen mangelte es nirgends.

Lockere Art des Kennenlernens ist ein Mehrwert

Für beide Seiten des Tisches ist diese unverbindliche, lockere Art des Kennenlernens allemal ein Mehrwert. Die jungen Leute bekommen interessante Einblicke aus erster Hand und die Personalverantwortlichen der Unternehmen lernen auf diese persönliche und direkte Art ihre möglichen Mitarbeiter der Zukunft schon einmal in einem ersten Gespräch kennen. Eine der berühmten Win-Win-Situationen.

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