Auto fährt in gesperrte Straße bei Horb: Waldarbeiter bitten, Schilder zu beachten

Die Waldarbeiten zwischen Mühlen und Eyach sind beendet, die Straße ist wieder frei.
Moritz PenningDie Landstraße 370 (Neckartalstraße) zwischen Mühlen und Eyach konnte am am Montagmorgen nach einer Woche Vollsperrung wieder freigegeben werden. Grund für die Sperrung waren umfangreiche Verkehrssicherungs- und Holzerntearbeiten im Stadtwald Horb.
„Zunächst war die Witterung gut, und die Verkehrssicherungsmaßnahme konnte wie geplant durchgeführt werden. Am Mittwochmorgen wurde das Wetter schlechter und hat die Forstarbeiten im Steilhang deutlich erschwert. Durch den Einsatz zahlreicher Forstspezialschlepper, eines Harvesters und die hervorragende Zusammenarbeit der Forstunternehmer konnte die Maßnahme, bis auf einen Tag Verlängerung, im geplanten Zeitraum realisiert werden“, sagt Moritz Penning, Forstrevierleiter des Forstrevieres Horb-Nord.
Arbeiten liefen nach Plan
„Was die Forstarbeiten anbelangt, lief alles nach Plan und die aufwendige Maßnahme konnte unfallfrei abgeschlossen werden“, so Penning.
Ein Zwischenfall hat aber zu Fassungslosigkeit bei Förstern und Forstunternehmern geführt. Kurz vor Ende der Maßnahme hat ein Autofahrer von Eyach kommend alle Straßensperrungen und Verbotsschilder missachtet und ist in die Straßensperre, während der laufenden Maßnahme, unter Gefahr für sein eigenes Leben blindlings hineingefahren. Ein Forstunternehmer hat versucht, den Fahrer aufzuhalten und wurde dabei selbst beinahe verletzt. Die Polizei ermittelt in diesem Fall. „Das fehlende Verständnis, die Uneinsichtigkeit und auch Dreistigkeit mancher Personen stimmen mich sehr nachdenklich“, sagt Penning.
Appell an Autofahrer
Der Förster will an der Stelle nochmals betonen, wie wichtig es ist, Beschilderungen am Rande von Holzerntemaßnahmen Folge zu leisten. „Laute Motorsägen, fahrende Forstmaschinen und die Holzernte machen die Arbeit im Wald gefährlich genug. Es braucht nicht noch vermeidbare Unfälle mit Beteiligten, die in so einer Fläche nichts zu suchen haben“, meint Penning.
„Die absterbenden Buchen, insbesondere zwischen Friedhof und Rottenburgerstraße sowie hinter den Häusern an der Säge, stellten ein großes Sicherheitsrisiko dar. Die Bäume wurden mithilfe spezieller Arbeitsverfahren, bestem fachlichen Know-how und guter Abstimmung zwischen Revierleitung und Forstfachkräften sicher zu Fall gebracht. Beginnend bei den Baumfällungen über die Aufarbeitung und Sortierung an Straße und Forststraße bis hin zur Holzrückung hat alles ineinandergegriffen und funktioniert, was mich sehr erleichtert hat – an dieser Stelle sei ein großes Lob an die Unternehmen und alle Beteiligten ausgesprochen, die mit der Maßnahme betraut waren“, sagt Penning.
Viele Bäume waren krank
Viele der entnommenen Bäume waren bereits krank oder ganz abgestorben. Durch die Maßnahme konnten größere Gefahren für waldnahe Bebauungen, für den Fuß- und Radverkehr sowie für den Straßenverkehr abgewandt werden. „Zunächst möchte man meinen, dass der Wald nun sehr unaufgeräumt hinterlassen wurde. Das liegt zum einen daran, dass die großen, abgestorbenen Buchenkronen während der Fällung auf dem Waldboden förmlich explodieren, und zum anderen daran, dass Resthölzer bzw. Schlagabraum im Zuge des Ressourcenschutzes auf der Fläche verbleiben. Es dient der Förderung der Wasserspeicherkapazität und der Nährstoffrückführung des Waldbodens“, so Penning.
„Ich möchte mich herzlich bei allen Anliegern, insbesondere den Bewohnern der Siedlung ‚Säge‘, für ihr entgegengebrachtes Verständnis und ihre Geduld bedanken“, fügt Penning zum Schluss hinzu.
Brennholz, das durch die Holzerntemaßnahme angefallen ist und gut passierbar gelagert wurde, kann von Bürgerinnen und Bürgern über das neue Brennholzportal www.holzfinder.de/lossuche gekauft werden.