Ahldorfer Feuerwehr zeigt besondere Übung
: Dringende Bitte um neues Fahrzeug

Die Jahreshauptübung der Ahldorfer Abteilungsfeuerwehr am Samstagnachmittag präsentierte erstmals mit einem Brandeinsatz und einem Verkehrsunfall zwei unterschiedliche Szenarien.
Von
Jürgen Baiker
Oberndorf
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Die Hilfeleistung bei einem Autounfall war eines der Szenarien der Ahldorfer Feuerwehrübung

Baiker

Die Neuerung hatte zur Folge, dass Ahldorfs Abteilungskommandant Elmar Geiger die außergewöhnlich vielen Zuschauer und Zuschauerinnen schon bei der Begrüßung darauf aufmerksam machte: „Deshalb bitte nach dem Brandeinsatz nicht gleich gehen, es kommt noch was.“

Dass die Ahldorfer bei ihren Hauptübungen immer schönstes Wetter haben, hat ihr Abteilungskommandant bereits bei der Begrüßung festgehalten. Dass die Übungen vorbildlich abgelaufen sind, war ebenfalls nicht neu. Dass aber alle Grußwortüberbringer die einmalige Stellung der Ahldorfer Abteilungswehr (36 männliche und zwei weibliche Feuerwehrangehörige) innerhalb der Gesamtstadtwehr wegen deren Leistung und vielseitigem Engagement besonders heraushoben, hingegen schon.

Vorbildliche Mannschaft

Neben ihrer erfolgreichen Jugendarbeit (16 Mädchen und Jungs) ist der Einsatz bei Autobahn-Unfällen und bei besonderen Brandeinsätzen –auch über die Stadtgrenzen hinaus – ob ihrer Atemschutzträger (36 Feuerwehrleute mit Ausbildung, wovon derzeit 28 einsetzbar sind) besonders gefragt. Besonders für die gefährlichen Autobahn-Einsätze warten die Ahldorfer immer noch sehnsüchtig auf einen Mannschaftstransportwagen (MTW).

Der dringendste Wunsch

Indirekt unterstützte auch Thomas Hofer, stellvertretender Stadtkommandant, diesen Wunsch, als er darauf hinwies, dass im Stadtgebiet inzwischen alle Fahrzeuge mit Wassertank versehen seien. Ahldorfs Einsätze erfolgten fast ausschließlich auf der Autobahn und mit Atemschutzträgern. Hierauf verwies auch Kreisbrandmeister Frank Jahraus und stellte sich auf die Seite seiner Ahldorfer Feuerwehrkameraden: „Ich würde euch gerne ein solches Fahrzeug versprechen.“

Besonderheit der Übung

Weiter ging er dann auf die erstmals gezeigten zwei Übungen, die besonderen und hervorstechenden Merkmale der Ahldorfer Abteilungswehr und der vorbildlichen Zusammenarbeit der FFW mit der DRK Ortsgruppe Mühringen ein. Letztere nahm unter der Leitung von Bereitschaftsleiter Timo Fischer mit acht Ersthelfern und Helferinnen an den beiden Übungen teil.

Gelobt wurde die vorbildliche Zusammenarbeit von Feuerwehr und DRK.

Foto: Baiker

Ortsvorsteher Hartmut Göttler sagte. „Heute ist im Gegensatz zur letzten Hauptübung einiges an Prominenz vor Ort (gemeint waren wohl die anwesenden Gemeinderäte). Wir haben die warmen Worte gehört, nur wenn es darum geht, etwas für die Ahldorfer Feuerwehr zu tun, da wird es dünn. Seit Jahren fordern wir, das alte Feuerwehrhaus zu sanieren: es fehlen Toiletten für Frau und Mann, die Verschalung muss nicht nur gestrichen werden, nein es fallen auch bald die Bretter ab. Der Feuerwehrhausvorplatz ist nicht nur eine Schande, sondern auch Unfallgefährdung, da er sich praktisch auflöst. Da gehört mal tatkräftig angepackt, wie es auch bei der Feuerwehr gefordert ist.“

Brandensatz-Szenario

Das Brandeinsatz-Szenario: Ein Anwohner meldet Rauch aus dem Fabrik-Gebäude und ein Mitarbeiter wird vermisst. Daraufhin rückte die Feuerwehr mit zwei Löschfahrzeugen (MLF) an. Das zweite MLF wurde von der Abteilung Betra ausgeliehen und unterstand Gruppenführer Gerd Herzer. Für das erste MLF war Gruppenführer Stefan Kraft zuständig. Als drittes Fahrzeug traf der Rettungswagen des DRK Mühringen ein. Das zuerst eintreffende Fahrzeug stellte sich auf den Hof und begann mit der Personenrettung. Beide Atemschutztrupps gingen sofort ins Gebäude zur Personensuche und Rettung. Leicht zeitverzögert stellte sich das zweite MLF als Sicherungstrupp (Atemschutznotfallstaffel) für die zwei eingesetzten Trupps im Gebäude hinter das erste Einsatzfahrzeug. Das verbleibende Personal baute derweil eine Riegelstellung mit zwei Rohren auf. Inzwischen wurde die vermisste Person mit einer Rauchgasvergiftung dem DRK überstellt. Die Wasserentnahme für beide Fahrzeuge aus einem Hydranten wurde bewusst so gewählt, um die Sicht der Zuschauer zu verbessern.

Verkehrsunfalls-Szenario

Das Verkehrsunfall-Szenario: Ein Pkw stößt frontal auf ein kleines Gebäude. Der Fahrer sitzt mit leichteren Verletzungen noch im Pkw, kann die Fahrertür aber nicht mehr öffnen. Dies war nun zunächst Aufgabe der MLF-Besatzung unter Leitung von Gruppenführer Stefan Lachenmaier. Die DRK-Ersthelfer unter der Leitung von Bereitschaftsleiter Timo Fischer begannen mit der Erstversorgung durch die zu öffnende Beifahrertür. Gleichzeitig sicherte die Besatzung des MLF die Einsatzstelle ab. Zu deren Aufgaben gehört es aber auch, den Brandschutz sicherzustellen. Wegen Personalmangel (in diesem Fall) musste dieser „etwas nach hinten gestellt“ werden.

Der die beiden Übungen kommentierende Ahldorfer Abteilungskommandant Elmar Geiger fasste dies so zusammen: „Weiteres Personal per Mannschaftstransportwagen wäre hilfreich gewesen.“

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