44 Einsätze
: Heftiges Unwetter trifft Eutingen – Feuerwehr Horb hilft

Überflutete Keller, umgestürzte Bäume und Straßen voller Wasser: Mehr als 100 Einsatzkräfte kämpften stundenlang gegen die Folgen des Unwetters.
Von
Florian Ganswind
Eutingen/Horb
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Unwetter in Eutingen  - Feuerwehr im Einsatz

Unwetter in Eutingen - Feuerwehr im Einsatz

Feuerwehr Eutingen im Gäu
  • Heftiges Unwetter traf Eutingen im Gäu, 44 Einsätze der Feuerwehr wurden abgearbeitet.
  • Kurz nach 18.19 Uhr meldete die Leitstelle über 20 Schadenslagen – Flächenlage wurde ausgerufen.
  • Überflutete Keller, umgestürzte Bäume und blockierte Straßen prägten das Einsatzbild.
  • Meiste Einsätze in Eutingen, weitere in Göttelfingen, Rohrdorf, Weitingen und im Bereich Eyach.
  • Feuerwehr Horb unterstützte mit Material und Grundschutz, über 100 Kräfte waren im Einsatz.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Zwei heftige Gewitterzellen haben am Mittwochabend vor allem die Gemeinde Eutingen im Gäu schwer getroffen und einen stundenlangen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Insgesamt rückten die Einsatzkräfte zu 44 Einsätzen aus.

Unterstützung kam auch aus Horb. Dort waren ebenfalls mehrere Feuerwehrabteilungen im Einsatz – sowohl bei eigenen Einsätzen als auch zur Hilfe in der Nachbargemeinde.

Um 18.19 Uhr begann die sogenannte Flächenlage. Innerhalb kurzer Zeit gingen bei der Leitstelle Freudenstadt mehr als 20 Einsatzmeldungen aus dem Gemeindegebiet Eutingen ein.

  • Unwetter in Eutingen am 16. Juli  - Feuerwehr im Einsatz

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    Feuerwehr Eutingen im Gäu
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Weil die Zahl der Einsätze die verfügbaren Feuerwehrfahrzeuge überstieg, wurde das Feuerwehr-Führungshaus in Eutingen in Betrieb genommen. Von dort aus wurden alle weiteren Einsätze koordiniert und priorisiert.

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Keller voll Wasser, Bäume auf Straßen und Häusern

Die Feuerwehr verschaffte sich zunächst einen Überblick darüber, welche Ortsteile besonders betroffen waren und ob Menschenleben in Gefahr waren – etwa durch ausgehobene Gullydeckel oder überflutete Straßen.

Das Einsatzspektrum reichte von zehn bis 50 Zentimetern Wasser in Kellern über umgestürzte Bäume auf Straßen bis hin zu Bäumen, die auf Häuser gestürzt waren.

Die meisten Einsätze entfielen auf den Hauptort Eutingen mit 19 Einsatzstellen. Hinzu kamen zwölf Einsätze in Göttelfingen, neun in Rohrdorf, drei in Weitingen sowie eine Einsatzstelle im Bereich Eyach.

Horber Feuerwehr hilft in Eutingen

Da nahezu alle Fahrzeuge der Feuerwehr Eutingen im Einsatz gebunden waren, wurde früh überörtliche Unterstützung angefordert. Die Feuerwehr Horb lieferte zusätzliches Material wie Wassersauger nach Eutingen.

Außerdem wurde die Horber Abteilung Bildechingen nach Eutingen alarmiert. Sie stellte dort den sogenannten Grundschutz sicher. Das bedeutet: Während die Eutinger Fahrzeuge die zahlreichen Unwettereinsätze abarbeiteten, stand weiterhin ein leistungsfähiges Löschfahrzeug für zeitkritische Einsätze wie Brände oder schwere Verkehrsunfälle bereit.

Auch der Einsatzleiter vom Dienst der Feuerwehr Horb unterstützte die Arbeiten im Hintergrund.

Auch in Horb mehrere Einsätze

Ganz verschont blieb auch Horb nicht. Nach Angaben des Feuerwehrsprechers Jan Straub arbeitete die Abteilung Mühlen vier Einsatzstellen ab. Dort mussten unter anderem umgestürzte Bäume beseitigt werden, die Straßen in Richtung Eutingen blockierten.

Auch die Abteilung Nordstetten rückte aus. Am Autobahnzubringer musste ebenfalls ein umgestürzter Baum entfernt werden.

Mehr als 100 Helfer im Einsatz

Insgesamt waren mehr als 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Deutschem Roten Kreuz, Bauhof und Gemeindeverwaltung im Einsatz. Eutingens Bürgermeister Markus Tideman unterstützte die Einsatzleitung vor Ort. Das DRK übernahm die Versorgung der Einsatzkräfte.

Nicht an jeder gemeldeten Einsatzstelle musste die Feuerwehr eingreifen. Teilweise hatten Anwohner bereits selbst erste Maßnahmen ergriffen und sich geholfen.

Erst gegen 0.45 Uhr konnte das Feuerwehr-Führungshaus geschlossen werden. Mit dem Verlassen des letzten Einsatzkraft endete für die Feuerwehr ein mehr als sechsstündiger und kräftezehrender Einsatz.

Feuerwehr bittet um Notrufe über die 112

Die Feuerwehr weist darauf hin, dass Bürger auch während größerer Unwetterlagen sämtliche Schadensereignisse über den Notruf 112 melden sollten. Nur so könnten alle Einsatzstellen im Führungshaus erfasst, bewertet und nach Dringlichkeit abgearbeitet werden.