Vortrag in Hechingen
: Ein Stück Kloster Hegne zu Gast im Bildungshaus

Schwester Benedicta-Maria Kramer referierte beim Hechinger Frauenfrühstück über ihren Orden. Im Fokus stand dessen Heimat – das Kloster Hegne.
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(red/pm)
Oberndorf
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Schwester Benedicta-Maria Kramer war jüngst zu Gast beim Hechinger Frauenfrühstück im Bildungshaus.

Steger

Beim jüngsten Hechinger Frauenfrühstück stellte Schwester Benedicta-Maria Kramer das Kloster Hegne am Bodensee vor. Das Kloster der „Barmherzigen Schwestern vom heiligen Kreuz“ – kurz „Kreuzschwestern“ – wurde 1856 von Pater Theodosius Florentini in Ingenbohl am Vierwaldstättersee in der Schweiz gegründet.

Schwester Benedicta-Maria erläuterte in diesem Zusammenhang die Symbolik des Kreuzes, das auch als ein Pluszeichen gedeutet werden könne. Der senkrechte Stamm zeige die Verbindung mit Gott und der waagrechte Stamm die Verbindung mit der Welt und den Menschen.

Glauben und Arbeit bilden Einheit

Die Kreuzschwestern leben von ihrer Gründung her in franziskanischem Geist: Glauben und Arbeit bilden eine Einheit, die sich durchdringen. „Das Bedürfnis der Zeit ist der Wille Gottes“ sei ein Lebensmotto der Kreuzschwestern von Hegne. Aus dem ursprünglichen Schloss Hegne habe sich ein großer Gebäudekomplex entwickelt. Dort befindet sich ein Altenpflegeheim, eine private Schule, ein Hotel und die Theodosius Akademie, ein Ort für Fortbildungen aller Art.

Der Orden hat weltweit 15 Provinzen mit früher einmal 20 000 Schwestern. Heute sind es nur noch 2700. Die Provinz Württemberg wurde 1895 gegründet. Von den damals 1500 Schwestern sind nur noch 152 übrig geblieben. Der Altersdurchschnitt beträgt 81,4 Jahre.

Stiftungen sollen Zukunft des Ordens retten

Bis im Jahr 2000 haben noch Schwestern als Lehrerinnen an den Schulen in Hegne unterrichtet. Jetzt sind es nur noch angestellte Lehrer und Lehrerinnen. Es werden zahlreiche Überlegungen angestellt, wie der Geist der Ordensgemeinschaft in die Zukunft gerettet werden könnte. Eine Folge ist die Gründung von Stiftungen, die die einzelnen Teile des Ordens übernehmen.

Viele Zusatzfragen am Ende des Vortrags zeigten das Interesse der Zuhörerinnen am Thema. Das nächste Hechinger Frühstück findet am Donnerstag, 12. September, ab 9.15 Uhr im Bildungshaus St. Luzen statt. Die Schuldekanin Amrei Steinfort berichtet über den Religionsunterricht von früher und heute.

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