Verein aus Hechingen
: Wie elternlose Kinder in Rumänien unterstützt werden

Die Betreuung elternloser Kinder in Rumänien ist nicht immer einfach, aber Edith Kirchmann von der Kinderhilfe Rumänien aus Hechingen bleibt weiter optimistisch.
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(red/pm)
Oberndorf
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In den Heimen der Kinderhilfe Rumänien wird eine wichtige Arbeit für besonders benachteiligte Kinder und Jugendliche geleistet.

Edith Kirchmann

Die Vorsitzende der Kinderhilfe Rumänien kann die lange Zeitspanne überblicken, in der sich seit 1991 die Situation der staatlichen Kinderheime in Rumänien und der Familienhäuser des Vereins verändert hat. Nach der Wende wurden damals über 250 000 Kinder in den zahlreichen staatlichen Einrichtungen registriert. Manche Heime zählten insgesamt bis zu 1400 Bewohner.

Kinderhilfe-Einrichtungen bilden Ausnahme im Land

Im Lauf der Jahre änderte sich das Heimwesen. Mit Beitritt zur EU im Jahr 2007 wurde Rumänien verpflichtet, alle staatlichen Kinderheime aufzulösen, und so wurden Kinderheime umstrukturiert und ein System von Pflegefamilien geschaffen, das sich heute großer Beliebtheit erfreut, da sich hierdurch auch Familien ihren Lebensunterhalt aufbessern können.

Die Familienhäuser im Kreis Arad bilden durch Kooperationsverträge mit der Kinderschutzbehörde eine absolute Ausnahme im Lande. Gegründet wurden sie nicht zuletzt durch die Initiative der Kinderhilfe Rumänien. Die Situation in den drei Familienhäusern der „Fundatia Ajutati Copiii“ (juristische Vertretung des deutschen Vereins) wie auch anderer NGOs im Kreis Arad ist besonders, weil hier kleine Zentren für Jugendliche und Kinder mit besonderen Problemen, Verhaltensstörungen und Defiziten geschaffen wurden, durch die sie nicht in Pflegefamilien untergebracht werden können. Allerdings fehlt in all diesen Einrichtungen Fachpersonal. Behandlungen für Jugendliche mit Verhaltensauffälligkeiten sind kaum vorhanden. Hilfe von auswärts wird abgelehnt.

Verhaltensauffälliger Junge bringt Bestnoten heim

Auch wenn es für Außenstehenden oft schwierig ist mitzuerleben, wie mit Problemen von Drogenmissbrauch bis Schulverweigerung umgegangen wird, gibt es dennoch viele positive Erfahrungen. So lernt eine junge Frau im Alter von 16 Jahren nun doch noch lesen und schreiben, und ein junger Mann aus dem Heim lässt sich nach dem Schulabschluss nun zum medizinischen Assistent ausbilden. Erfolge sind auch, wenn Jugendliche nach einem vergammelten Jahr dann doch wieder die Schule besuchen oder wenn ein Junge, der heftige Verhaltensstörungen aufweist, Bestnoten nach Hause bringt.

Weil es solche Erfolge regelmäßig gibt, schaut der Verein Kinderhilfe Rumänien weiterhin optimistisch in die Zukunft. Von Ende Februar bis Anfang März ist eine weitere Reise der Vorsitzenden Edith Kirchmann geplant, die sich schon jetzt darauf freut, acht neu hinzugekommene Kinder in verschiedenen Familienhäusern begrüßen zu können.

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