Urlaub in Hechingen
: Ausflügler informieren sich über Käse und Aronia

Die Hechinger Reihe „Urlaub für Daheimgebliebene“ führte diesmal nach Bad Wurzach. Auf dem Programm standen eine Käsereitour und ein Besuch beim Mostbauer
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(red/pm)
Oberndorf
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Die Hechinger Ausflügler informieren sich bei einer Führung durch eine Käserei.

Steger

Jüngst führte ein Ausflug die Teilnehmer der Veranstaltungsreihe „Urlaub für Daheimgebliebene“ nach Bad Wurzach. In der Käserei Vogler wurde eine Führung durch die Produktionsräume geboten. Interessant waren die ausführlichen Informationen, die die Teilnehmer erhielten.

Auch die Frage, wie es zum Käsemachen im Allgäu gekommen ist, wurde beantwortet. Ein Allgäuer, der in der Schweiz das Käsemachen gelernt hatte, brachte das Wissen in seine Heimat. Nun war es möglich, Milch langfristig zu konservieren und damit zu verwerten. Aus dem sogenannten „blauen Allgäu“ – wegen des Flachsanbaus – wurde das „grüne Allgäu“ für die Milchwirtschaft. Flachs habe sich immer weniger gelohnt, da war Milch, die man in Form von Käse verwerten konnte, die lukrative Alternative.

Die Teilnehmer erfuhren zudem vom Chef der Käserei persönlich, wo die Unterschiede von Hart-, Schnitt- und Weichkäse liegen und weshalb man bei echtem, handwerklich hergestelltem Käse, die Jahreszeiten schmecken könne.

Im Sennerstüble schmeckte das Mittagessen köstlich

Nach der Führung wurde im Sennerstüble, das zur Käserei gehört, ein Mittagessen serviert. Viele haben sich noch im angeschlossenen Shop von der Vielfalt an Käse inspirieren lassen und für zu Hause eingekauft.

Die Fahrt ging weiter nach Bad Waldsee zum Mostbauer, der Familie Waggershauser. Zunächst fuhr die Gruppe mit dem Mostzügle durch die Anlage. Die Seniorbäuerin führte selbstbewusst und humorvoll die Fahrt. Sie erläutere die Verwendung von Kräutern zur Linderung von Unpässlichkeiten und wies am Beispiel von Spitzwegerich darauf hin, dass der Saft der Kräuter, nicht die Blätter, verwendet werden müssen.

Eine Besonderheit des Mostbauern ist der Anbau von Aronia. Hier war zu erfahren, wie die Aroniabeere aus Kanada, wo sie von den Indianern als Heilmittel geschätzt wurde, über Russland nach Deutschland kam. Die Altbäuerin stellte die Vorteile und die Anwendungen der Aroniabeeren dar. Es gebe Untersuchungen, die die Wirkungen bei Bluthochdruck, Diabetes, Durchblutungsförderung und die Stärkung des Immunsystems erforschen.

Nach der Führung mit dem Mostzügle gab es in der Besenwirtschaft, die zum Hof gehört, Kaffee und Kuchen. Viele haben sich mit Aroniaprodukten, und was der Hofladen sonst zu bieten hatte, eingedeckt. Als Überraschung erhielt jeder Teilnehmer noch ein frisches Brot vom Holzbackofen der Familie Waggershauser, bevor man wieder nach Hause fuhr.

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