Überflutung vor einem Jahr: Aufräumarbeiten nach Hochwasser in Bisingen

Schwer getroffen vom Hochwasser: Auch in Thanheim musste mit schwerem Gerät aufgeräumt werden.
KauffmannDie Gewitterzelle hat Bisingen am 2. Mai 2024 mit voller Wucht getroffen. So schnell die Flut in den Alltag hereingebrochen ist, so schnell haben die Aufräumarbeiten begonnen. Allerorten waren schon am Tag des Hochwassers Einwohner mit Schaufeln zu sehen, auch großes Gerät kam gegen den Schlamm zum Einsatz.
Überflutung trifft auch das Kegelstüble
Am Freitag, 3. Mai 2024, war der Marktplatz einer der Schwerpunkte der Aufräumarbeiten. Wassermassen waren dort auch ins Kegelstüble eingedrungen. Wie einer der Hausmeister damals erzählte, seien im Kegelstüble 25 Helfer im Einsatz gewesen – neben den Hausmeistern sollen Angehörige von THW und Feuerwehr vor Ort gewesen sein.
Anders als angenommen, hatte das Hochwasser dort doch größere Schäden angerichtet: Der Estrich unter den Bahnen muss abgetragen werden – und aufgrund der begrenzten Platzverhältnisse wohlgemerkt ohne schweres Gerät.
Solidarität nach Überflutung unter Einwohnern ist groß
Die umliegenden Orte zeigten sich solidarisch und schickten Fahrzeuge und Personal in die Kirchspielgemeinde. Unter den Einwohnern war die Bereitschaft, sich gegenseitig zu helfen, groß. Auch das Rote Kreuz zeigte sich bestens organisiert: Das DRK Bisingen koordinierte nicht nur die privaten Helfer, sondern sorgte auch für die unbürokratische Ausgabe von Bautrocknern am Schulzentrum bereits am 4. Mai 2024.
Zu diesem Zeitpunkt sah es rund um die Hohenzollernhalle schon erstaunlich aufgeräumt aus. Wer auf Heidelberg- und Hauptstraße schon am Samstag nach dem Hochwasser durch Bisingen fuhr, fand eine bemerkenswert aufgeräumte Straße vor. Hunderte Helfer waren zuvor unermüdlich im Einsatz gewesen.
Das bedeutete nicht, dass es keine Schäden mehr gibt. Die Arbeiten zur Aufarbeitung der schweren Hochwasserschäden dauern stellenweise sogar bis heute an.
Dank an die Rettungskräfte
Im November 2024 fand eigens ein von der Gemeinde organisiertes Fest zum Dank an die Hochwasser-Helfer statt. Bürgermeister Roman Waizenegger: „Die Gemeinde Bisingen dankt allen Rettungskräften, namentlich und stellvertretend für die gesamte Blaulicht-Familie unserer Freiwilligen Feuerwehr Bisingen sowie allen Personen, Unternehmen und Organisationen sowie der kommunalen Familie im Zollernalbkreis für ihren unermüdlichen Einsatz und die tatkräftige Unterstützung während und nach dem Starkregenereignis.“
Unsere Artikel und Bildergalerien zum Unwetter in Bisingen finden Sie auf unserer Themenseite im Internet unter www.schwabo.de/p6n.