St. Ulrich Thanheim: Chor und Musiker gestalten die Feier
Das Patrozinium in St. Ulrich Thanheim ist ein außergewöhnliches musikalisches Ereignis mit Gesang, Pauken und Trompeten.

Die Gesamtleitung oblag der Dirigentin Marie Holder.
Jörg WahlMit einem festlichen Gottesdienst feierte die katholische Kirchengemeinde St. Ulrich ihr Patroziniumsfest. Die vom Kirchenchor und dem Ensemble der MK Thanheim inszenierte „Missa brevis“ in Es des Südtiroler Komponisten Tobias Psaier machte den Gottesdienst zu einem glanzvollen kirchenmusikalischen Ereignis.
Die Gesamtleitung oblag der Dirigentin Marie Holder. An den zwei Kirchenorgeln musizierten Thomas Bendrin und Manuel Bogenschütz.
Zum Einzug des Zelebranten Pater Cheriyan mit den Ministranten ertönte das gemeinsam gesungene Lied „Ein Haus voll Glorie schauet“. Nach den Begrüßungsworten des Geistlichen begann der 25-köpfige Thanheimer Kirchenchor im Altarbereich das „Kyrie“.
Chor und Instrumentalisten schaffen voluminösen Klang
Forte erklang daraufhin das „Gloria“. Die Choreinsätze wurden exakt und brillierend gebracht. Das Zusammenwirken mit den Instrumentalisten war vortrefflich und ergab einen voluminösen Klang.
Nach den zwei Lesungen und den Halleluja-Rufen des Chors folgte das Evangelium nach Lukas. Auf dieses ging Pfarrer Cheriyan auch in seinem Predigttext näher ein.
Eingestimmt durch das Musikerensemble brachten die Sängerinnen und Sänger das „Sanctus“ stilvoll zu Gehör. Der Wandlung anschließend beteten die Gläubigen das „Vaterunser“ und reichten einander die Hände zum Friedensgruß. Das bildhafte Symbol für Jesus Christus ließ der Chor im „Agnus Dei“ erklingen. Nicht weniger beeindruckte der herausragende Sologesang von Marie Holder mit dem „Ave Maria“ von Camille Saint-Säns zur Kommunionsausteilung.
Akteure hinterlassen bleibende Eindrücke
Sowohl der Chor als auch die Musikanten der MKT verstanden es, bleibende Eindrücke zu hinterlassen. Schließlich hatten sich die Akteure in den letzten Wochen eingehend mit diesem Werk befasst.
Klare Artikulation, aufmerksame Tongebung und Deklamation, die Sicherheit der Einsätze und die Stimmenbalance bestimmten den ausgewogenen und reifen Vortrag dieser Messe. Dafür gab es mächtigen Beifall. Nach dem gemeinsamen „Großer Gott wir loben dich“ und dem Wettersegen stand noch traditionell das St.-Ulrichslied an.