Sportliche Tradition pflegen
: So war der Kreisschützentag in Rangendingen

Eine Ehrung jagte die nächste beim Kreisschützentag in Rangedingen. Hervorgehoben wurde zudem die Bedeutung des Ehrenamts für die Gesellschaft.
Von
Jörg Wahl
Oberndorf
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Die Verleihung des Ehrenkreuzes in Bronze des Württembergischen Schützenverbandes

Jörg Wahl

Mit dem obligatorischen Fahneneinmarsch zu den Marschklängen des MV Rangendingen begann am vergangenen Samstag der Kreisschützentag des Schützenkreises Zollernalb in der Mehrzweckhalle Rangendingen. Während im ersten Teil die Feierstunde ablief, widmete sich der zweite Teil der Delegiertenversammlung mit üblichen Regularien. Kreisoberschützenmeister (KOSM) Wolfgang Musch eröffnete diesen Festakt, beglückwünschte den Jubiläumsverein SV Rangendingen zu dessen 100-jährigem Bestehen und übergab als Präsent eine signierte Statuette. Seinen Willkommensgruß richtete er an die anwesenden Ehrengäste aus Politik, Wirtschaft und Schießsport.

Würdevolle Worte fand daraufhin Kreisschützenmeister Rolf Schneider bei der Totenehrung für die Verstorbenen, woraufhin vom MV Rangendingen unter Dirigentin Anette Gleis „Der gute Kamerad“ erklang und die Fähnriche ihre Fahnen neigten. Eine breite Palette an Gruß- und Dankesworten sowie Glückwünsche zum 100-jährigen Bestehen des SV Rangendingen durften nicht fehlen.

Würdigung für Engagement

Nacheinander betraten das Rednerpult: Oberschützenmeister Ralf Dieringer (SV Rangendingen) mit kurzem geschichtlichem Abriss seines Jubiläumsvereins, Bürgermeister Manfred Haug, die stellvertretende Kreisvorsitzende der CDU, Anne Heller – sie übermittelte die Grüße von Nicole Hoffmeister-Kraut –, Landrat Günther-Martin Pauli und Sportkreispräsident Rolf Niggel (Sportkreis Zollernalb), welcher mit der silbernen Ehrennadel des WLSB (Württembergischer Landessportbund) Funktionär Gerhard Fischer (zweiter Kreisschützenmeister) für dessen jahrzehntelanges Engagement würdigte und Rudolf Bitzer für dessen über 40-jährige Tätigkeit als erster Vorsitzender des SV Frommern zum Ehrenmitglied des Schützenkreises ernannte.

Die Redner verdeutlichten in ihren Worten die kontinuierliche Pflege der sportlichen Tradition in der Gemeinschaft und der Kameradschaft, die stets forcierte Vereinsarbeit für eine attraktive Infrastruktur, eine förderliche Jugendarbeit sowie den Weitblick für die Zukunft. Die Sportschützen zeigten große Verantwortung und Disziplin im Umgang mit Waffen und seien in der Ausübung ihrer Ehrenämter unverzichtbar für die Gesellschaft und das traditionelle Kulturgut, so der Konsens.

Ralf Bosch wurde zum neuen Kreisschützenkönig gekrönt

Kreisoberschützenmeister Wolfgang Musch vollzog im Anschluss die Proklamation des Kreisschützenkönigs 2026. Den Titel des Zweiten Ritters erzielte mit einem 47,4-Teiler Bernd Neusch (SV Schlatt), den des Ersten Ritters mit einem 44,7-Teiler Leon Brausam (SV Thanheim) während mit einem 26,2-Teiler Ralf Bosch (SV Jungingen) mit der begehrten Königskette zum neuen Kreisschützenkönig 2026 gekrönt wurde.

Nach den Ehrungen ging es zum zweiten Teil des Kreisschützentags über. Der Schützenkreis Zollernalb blickt auf ein erfolgreiches Sportjahr mit über 1100 Starts und einem Zuwachs auf 4330 Mitglieder zurück. Kreisoberschützenmeister Wolfgang Musch lobte die Nachwuchsarbeit, mahnte jedoch beim Gesetzgeber Augenmaß bezüglich neuer Waffenrechts-Vorschriften an. Trotz eines Jahresdefizits bleibt die Finanzlage solide; die Entlastung des Vorstands erfolgte einstimmig. Den nächsten Kreisschützentag am 13. März 2027 richtet die SG Tailfingen anlässlich ihres 125-jährigen Jubiläums aus.

Die Ehrungen in der Übersicht

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