Spaziergänger in Hechingen: „Finden immer dann Pilze, wenn wir keine suchen“

Die „Heukamp-Champignons“ mit den großen Hüten.
HeukampEigentlich sollte es nur ein Sonntagsnachmittagsspaziergang werden. Unspektakulär und ausgehend von der Walkenmühle am Bahngleis entlang Richtung Schlatt, später auf dem oberen Grasweg zurück. Aber auf eben diesem Rückweg entdeckten Ilona und Franz-Josef Heukamp aus Hechingen zunächst acht Störche und beim langsamen Weiterlaufen etwas Weißes in der Wiese, das sich beim näheren Hinsehen als Champignons mit einem Hutdurchmesser von 16 bis 18 Zentimetern entpuppte – eine verlockende Mahlzeit. Die wollten sich die zwei Pilzliebhaber nicht entgehen lassen. Da die Heukamps „eigentlich immer nur Pilze finden, wenn wir gar nicht danach suchen“, wie die beiden berichten, sei natürlich auch kein Korb zur Stelle gewesen.
Ein Handstrauß ist die Menge, die dem Pilzsucher offiziell erlaubt ist
Die Pilze passten aber genau in eine Hand, und ein sogenannter Handstrauß ist eben die Menge, die dem Pilzsucher offiziell erlaubt ist. Daheim angekommen wurden die Pilze direkt zubereitet und mit großem Appetit gesessen.
In dem Zusammenhang möchte die ehemalige Biologielehrerin Ilona Heukamp ausdrücklich darauf hinweisen, „dass man nur Pilze sammeln sollte, die man genau kennt und sich keinesfalls nur auf Abbildungen verlassen sollte.“ Die oft erwähnte Verwechslungsgefahr mit Knollenblätterpilzen könne dadurch ausgeschlossen werden, dass man nicht ganz junge Exemplare sammele und insbesondere auf die Farbe der Lamellen achte: „Bei Champignons sind sie nie rein weiß, sondern creme- bis rosafarben, und bei älteren Exemplaren bis schokoladenbraun.“