Sozialwerk Hechingen
: Das Kesselhaus wird in Kooperation realisiert

Der Fokus beim Kesselhaus soll nun auf barrierefreien Wohnungen und der Betreuung im Seniorenalter liegen. Eine Info-Veranstaltung ist für Ende Juni/Anfang Juli angekündigt.
Von
Alexander Kauffmann
Oberndorf
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Die Grafik zeigt die Fassade des neuen Kesselhauses auf dem Maute Areal.

Steg

Beim Neubau auf dem Grundriss von Kessel- und Maschinenhaus liegt der Fokus nun auf betreutem Wohnen, berichtet Architekt Winfried Klimesch. Kooperationspartner der „Baugemeinschaft Kesselhaus“ ist das Sozialwerk Hechingen. ​

Das geförderte Bauprojekt bietet, wie der Architekt informiert, barrierefreie Wohnungen mit Balkon oder Terrasse zwischen 35 Quadratmetern und 90 Quadratmetern zu einem kalkulierten mittleren Preis von 4600 Euro pro Quadratmeter. Im Erdgeschoss sind Gemeinschaftsflächen und eventuell eine Arztpraxis vorgesehen. „Zwischenzeitlich ist es gelungen, das Sozialwerk Hechingen als Projektpartner zu gewinnen, sodass es möglich wird, maßgeschneiderte Sozialdienstleistungen direkt im Haus mit anzubieten“, heißt es in einer Pressemitteilung dazu.​

Bahnhof in der Nachbarschaft

Das Sozialwerk Hechingen ist in diesem Bereich schon länger aktiv, beispielsweise mit betreutem Wohnen am Obertorplatz. Dabei kaufen die Bewohner die Wohnfläche und darüber hinaus die Gewissheit, dass die künftige Betreuung im Seniorenalter gesichert ist, falls solche benötigt wird.​ In Bisingen befindet sich das Grundstück der Baugemeinschaft im Zentrum des neu entstehenden Quartiers mit eigenen Tiefgaragenplätzen an einem begrünten Innenhof und nur wenigen Gehminuten vom Bahnhof entfernt. Ebenfalls in direkter Nachbarschaft werden das neue Rathaus mit einer Post- und Polizeistelle und die neue Bibliothek entstehen. ​„Die demografische Entwicklung hat gezeigt, dass sich viele Menschen mit zunehmendem Alter viel lieber kleinere, gut strukturierte und überschaubare Wohnungen mit Balkon wünschen als die großen Häuser mit Gärten, die in den früheren Lebensphasen für die große Familie gebaut wurden.

Kurze Wege mit Einkaufsmöglichkeiten

Heute, nachdem die Kinder ausgezogen sind, müssen die Häuser aufwendig gepflegt und instandgehalten werden und sind eher eine Belastung für die Eigentümer“, erklärt Klimesch. ​Das Maute-Areal bietet kurze Wege mit Einkaufsmöglichkeiten, öffentlichen Verkehrsangeboten und Dienstleistungen in fußläufiger Entfernung direkt im Quartier.​

Mit begrünter Gebäudehalle​

Die Architektur des Kesselhauses bietet demnach viele Vorzüge: energieoptimierte Bauweise mit Effizienzhaus-40-Standard mit Wärmepumpe und öffentlichen Fördermitteln; begrünte Gebäudehülle und somit zusätzlichen sommerlichen Wärmeschutz; Innengrün mit begrüntem Treppenhaus und dadurch Verbesserung des Raumklimas; kostengünstige und nachhaltige Bauweise; gemeinschaftliche Wohn- und Lebenskultur im neuen Ortskern von Bisingen anstatt Einfamilienhaus am Ortsrand.​

Weiteres zum Projekt

Architekt Winfried Klimesch kündigt an, dass Ende Juni / Anfang Juli über das Projekt Kesselhaus informiert wird. Auskunft geben werden Bisingens Bürgermeister Roman Waizenegger, Anna Heizmann (STEG), Vertreter des Architektenbüros agsn sowie Nisrin El-Said (Geschäftsführerin des Sozialwerks Hechingen).

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