Projekt in Bietenhausen
: Event im „Lädle“ – geringer Andrang, doch die Motivation bleibt hoch

Kreative Ideen – doch der Andrang war gering: Ein Kinder-Workshop im Bietenhausener „Lädle“ musste am Dienstag ohne Teilnehmer stattfinden. Doch das soll kein Rückschlag sein.
Von
Alissa Rütschle
Oberndorf
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Das „Lädle“ bleibt ein Ort der Begegnung.

Rütschle

Am Dienstagnachmittag um 15 Uhr hätte das „Lädle“ in Bietenhausen eigentlich zum kreativen Treffpunkt für Kinder ab neun Jahren werden sollen. Auf dem Programm stand ein Design-Workshop, bei dem T-Shirts und Mützen individuell gestaltet werden durften. Betreut werden sollte die Veranstaltung von der 19 – jährigen FSJlerin Anne Thiel und der 21-jährigen Auszubildenden Sina Otterbach. Die beiden freuten sich auf einen kreativen und geselligen Nachmittag – doch es kam anders: Kein Kind hatte sich für das Angebot angemeldet.

Zu kurzfristig? Oder kein Interesse?

Woran das lag, darüber konnten die beiden nur Vermutungen anstellen. „Möglicherweise war das einfach zu kurzfristig“, sagte Otterbach. Sie berichteten außerdem, dass solche Veranstaltungen häufig eher von Kindern besucht würden, die nicht vom Diasporahaus betreut werden. Kinder aus den Wohn- oder Tagesgruppen seien seltener dabei. Als Grund nannten sie die sehr unterschiedlichen Altersstrukturen und Betreuungsbedürfnisse dieser Gruppen. Es sei den meist unterbesetzten Betreuungsteams daher kaum möglich, solche Angebote zusätzlich zu begleiten.

Rückblick

Ursprünglich wurde das „Lädle“ als kleiner Nahversorger ins Leben gerufen – mit dem Ziel, die Grundversorgung im Ort zu ergänzen und gleichzeitig Betreuungskindern aus dem Diasporahaus praktische Erfahrungen zu ermöglichen. Doch das alltägliche Verkaufsgeschäft erwies sich langfristig als wirtschaftlich nicht tragfähig. Die Nachfrage im Dorf war zu gering. Aus dieser Erkenntnis heraus entwickelte das Diasporahaus ein neues Konzept: Statt Waren werden nun Begegnungen „angeboten“ – in Form von kreativen, sportlichen und gemeinschaftsfördernden Veranstaltungen für verschiedene Altersgruppen. So bleibt das „Lädle“ weiterhin ein Ort des sozialen Miteinanders.

Nächste Aktionen sind bereits in Planung

Das Veranstaltungsformat wird trotzdem fortgesetzt. Wie die beiden erklärten, werde der nächste Termin wieder von anderen Freiwilligen oder Auszubildenden betreut. Der Gedanke hinter den Angeboten bleibe, das „Lädle“ als offenen Begegnungsraum für Kinder, Jugendliche und Erwachsene zu nutzen – unabhängig davon, wie viele tatsächlich teilnehmen. Künftige Termine sollen wie gewohnt im Gemeindeblatt angekündigt werden.

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