Programm im Refugio: Hechinger Bündnis lädt zum Antikriegstag ein

Die vier Trommler von „Kalahari“ spielen schon seit einiger zusammen.
FeuchterDas Bündnis für Demokratie und Menschenrechte in Hechingen veranstaltet am Montag, 1. September, von 18.45 bis 19.30 Uhr im Refugio ein Lesecafé mit Textrezitationen und musikalischen Beiträgen zum Gedenken an den Beginn des Zweiten Weltkriegs.
Seit im Jahr 1957 der DGB zu Aktionen am 1. September aufrief, wird an diesem Tag der Antikriegstag begangen. Diesen nimmt das Hechinger Bündnis für Demokratie und Menschenrechte zum Anlass für eine kleine Veranstaltung zum Gedenken und Nachdenken. Es werden kurze Texte rezitiert und Musikstücke vorgetragen.
Dabei gehen die Gedanken zum einen an den Beginn des Zweiten Weltkriegs und seine Folgen mit Dutzenden Millionen Toten. Zum anderen richtet sich der Blick in die Gegenwart, wo man vor der schwierigen Situation in der Welt die Augen nicht verschließen kann.
In den Medien wird laufend darüber berichtet, wie wenige Flugstunden vor unserer Haustür brutale Kriege auch gegen Zivilisten geführt werden und welche Menschenrechtsverletzungen dabei begangen werden, ob in Gaza oder der Ukraine. Die kriegerischen Konflikte im Sudan oder im Kongo und an anderen Orten der Welt drohen dabei immer wieder aus dem Bewusstsein zu verschwinden.
Das Lesecafé soll eine Dreiviertelstunde des gemeinsamen Innehaltens, Nachdenkens sein, auch über eigene Haltungen und Positionen sowie über wachsende Zweifel an jahrelang vertretenen Überzeugungen.
Trommelgruppe „Kalahari“ tritt nach Lesecafé auf
Im Hechinger Bündnis für Demokratie und Menschenrechte arbeiten locker zusammen: Parteien (Freie Wähler, SPD, Bunte Liste, FDP), Gewerkschaften, Kirchen und eine Reihe von Vereinen und Initiativen. So hat das Bündnis in diesem Jahr schon die Demonstration im Januar und die Veranstaltung zum 8. Mai – zum 80. Jahrestag des Kriegsendes – organisiert.
Das Refugio hat am Montag, 1. September, ab 18 Uhr geöffnet. Getränke und Abendessen können bis 18.45 Uhr und nach 19.30 Uhr bestellt werden. Ab 20 Uhr gastiert zudem die Trommelgruppe „Kalahari“. Die vier Musiker, deren harter Kern bereits seit zehn Jahren zusammenspielt, haben das Trommeln von einem Lehrer aus Gambia gelernt. Die Rhythmen, die die vier Musiker trommeln, stammen aus Westafrika.