Löschwasser aus der Eyach gepumpt: Der Löschzug Nord übte in Bad Imnau

Die Übung des Löschzuges Nord in Bad Imnau beinhaltete Brandbekämpfung und Menschenrettung. Eine 300 Meter lange Schlauchleitung musste durch die Abteilung Hart über die Eyachbrücke und Quellenstraße zum Brandobjekt verlegt werden um weiteres Löschwasser von der Eyach zur Brandstelle zu pumpen.
Gunar HaidGehörig ins Schwitzen bei herrlichem Spätsommerwetter und über 30 Grad kamen die Floriansjünger aus Bad Imnau, Hart und Trillfingen bei der gemeinsamen Löschzug-Nord-Übung am Verwaltungsgebäude der Spedition Winz auf dem ehemaligen Apollo-Gelände.
Es war eine interessante Übung unter Einsatzleiter Jürgen Binder mit dem Schwerpunkt Brandbekämpfung und Menschenrettung.
Ein Übungsszenario unter erschwerten Bedingungen
Erschwerend kam hinzu, dass in diesem Gebiet wenig Löschwasser aus Hydranten vorhanden ist und dieses aus der rund 300 Meter entfernten Eyach durch die Abteilung Hart mit der Kreiselpumpe PFPN10 entnommen werden musste.
Angenommen wurde ein Schwelbrand aufgrund eines technischen Defekts im Bürogebäude. Vier Personen wurden nach der Ersterkundung vermisst. Alarmiert wurde über Meldeempfänger durch die Leitstelle Balingen. Ein Angestellter hatte zuvor die Feuerwehr über 112 alarmiert.
Bad Imnauer Atemschutzträger brachten die Vermissten ins Freie
Zur Wasserentnahme und Mithilfe bei der Brandbekämpfung beorderte Binder den gesamten Löschzug Nord mit weiteren Wehren aus Hart und Trillfingen (MLF). Die Imnauer Wehr war mit dem MLF mit 1000 Liter-Löschtank für die Erstbrandbekämpfung und dem GW-T für die Schlauchverlegung im Einsatz. Trillfingen stand ihnen nach Ankunft behilflich zur Seite.
Die vier vermissten Angestellten konnten durch die Atemschutzträger aus Bad Imnau aus dem Gebäude durch den Haupteingang oder durch ein Fenster mittels Leiter zwischenzeitlich gerettet werden. Das Geschehen wurde von Florian Pfeffer den über 50 Besuchern, darunter viele Kinder, über Lautsprecher kommentiert.
Bei der Übung saß jeder Handgriff, war Jürgen Binder zufrieden
Übungsleiter Jürgen Binder war mit dem Übungsverlauf und der Koordination der drei Feuerwehren sehr zufrieden. Alles sei Hand in Hand und ohne viel Hektik und Nervosität abgelaufen, sagte er anschließend im Imnauer Feuerwehrhaus.
Man habe gemerkt, dass die Handgriffe bei den inzwischen vertrauten Fahrzeugen und Maschinen sitzen und jeder Gruppenführer hatte eine gute Kommunikation mit seinem Team.
Das Verlegen der Zusatzschlauchleitung von der Eyach über die beiden Brücken sei zügig vonstatten gegangen und habe die Brandbekämpfung beschleunigt.