Kita-Neubau in Bisingen: Wann die Bauarbeiten beginnen

Die Pflöcke zeigen die Lage der künftigen Kindertagesstätte Reute an der Bahnhofstraße an.
KauffmannPassanten, die entlang der Bahnhofstraße unterwegs sind, ist es sicher schon aufgefallen: Das Gelände neben dem Tennisplatz ist ausgepflockt. Die orange markierten Pflöcke markieren den künftigen Grundriss des Gebäudes.
Bäume werden gepflanzt
Direkt am Gehweg liegen Baumstämme, Rodungsarbeiten entlang der Bahnlinie sind erledigt. Mehrere Pappeln sind dabei gefallen. Ausgleichspflanzungen sind zwischen künftiger Kita und Tennisstüble geplant.
Während Roman Slezinger vom Bauamt dem Gemeinderat den aktuellen Stand vorstellte, wurde klar: Jetzt kommt richtig Schwung in das Sieben-Millionen-Euro-Projekt. Schon im April soll der erste Gebäude-Entwurf fertig sein und im Herbst die Bauarbeiten beginnen.
Brückenfundamente zuerst
Außerdem in Planung befindet sich ein Entwurf für die neue Brücke, die Irisweg/Reutestraße mit der Bahnhofstraße verbinden soll. Ziel: Wenn die Kita in Betrieb geht, müssen die Fundamente aus Beton schon errichtet sein. Umgekehrt, wird es baulich schwierig. Das könnte noch ein Knackpunkt werden, denn die Bahn gilt als überaus schwerfällig.
Liegt Baugenehmigung vor?
Volker Büschgen fragte daher nicht umsonst, ob schon eine Baugenehmigung für die Brücke vorliegt – nicht, dass die Gemeinde Fundamente baut, die hinterher nicht gebraucht werden. Die Bahn sei informiert und teilte Auflagen mit, teilte Slezinger mit. Die Frage, ob und vor allem wann die Brückenkonstruktion errichtet werden kann, bleibt während der Gemeinderatssitzung vorerst offen.
Bahn lässt sich Zeit
Gisela Birr meinte: „Ich kann mir vorstellen, dass sich die Bahn Zeit lässt“, auch vor dem Hintergrund der Regionalstadtbahn – bei der der Streckenabschnitt hinter der Kita zweigleisig werden soll. Möglicherweise könnte das Bauprojekt schneller realisiert werden, wenn die Brücke von vorne herein als reine Fuß- und Radbrücke konzipiert wird. Bürgermeister Roman Waizenegger erklärte, dass dies nicht ausschlaggebend sei. Aus der Perspektive der Bahn bleibe eine Brücke eine Brücke – so macht die künftige Nutzung des Bauwerks nicht den Unterschied im Hinblick auf Genehmigungszeiträume.
Gebäude aus Holz
Klar ist, dass das Gebäude aus Holz errichtet wird. Einer der Hauptgründe dafür: Der Bau der Wände aus Ziegeln und Stahlbeton dauert zwei bis drei Monate länger und die Kosten dafür sind höher. Wie Slezinger berichtete, sei Holz energieeffizient und sorge für ein „angenehmes Raumklima“. In der Gemeinderatssitzung vom 8. April soll das Gremium die Firmen auswählen, die Gebäude und Außenanlagen errichten sollen.
Stromleitung wird verlegt
Weitere Abstimmungen gab es mit dem Stromnetzbetreiber NetzeBW, weil eine 20 KV-Stromleitung einmal quer über das Gelände führt. Die Leitung soll im März oder April verlegt werden. Dann kommen auch gleich Leerrohre für den Strom verlegt werden, die die künftige PV-Anlage auf dem Kita-Gebäude produziert. Die Bauarbeiten der NetzeBW sind die nächsten Aktivitäten, die Passanten auf dem Gelände beobachten können.
Die Brücke
Verbindung
Die neue Brücke würde eine neue Fuß- und Radverbindung zwischen zwei Wohngebieten schaffen, die bisher von der Bahnlinie getrennt sind. Das Bauwerk wird so ausgelegt, dass die Feuerwehr mit ihren schweren Einsatzfahrzeugen in Notlagen passieren kann. Während des Hochwassers vom Mai 2024 hat sich erwiesen, dass eine solche Verbindung notwendig sein kann.