Kirbeübung in Hechingen
: Brand auf Domäne-Areal – Abteilung Stadt probt den Ernstfall

Großeinsatz der Feuerwehr auf dem Areal der Domäne in Hechingen: Dies sah das Einsatzszenario der Kirbeübung der Abteilung Stadt am Montagabend vor. Vier Personen mussten aus den Flammen gerettet werden.
Von
Benjamin Roth
Oberndorf
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Bei der Kirbeübung auf dem Domäne-Areal in Hechingen waren 35 Feuerwehrleute der Abteilung Stadt im Einsatz.

Roth

Es dauerte nur wenige Minuten, als nach der Alarmierung um 17 Uhr das erste Feuerwehrfahrzeug auf der B 27 zu hören war. Das Einsatzszenario der Kirbeübung der Freiwilligen Feuerwehr Hechingen – Abteilung Stadt – sah nämlich vor, dass es auf dem Domäne-Areal brannte.

Im Technikraum eines Ökonomiegebäudes ist ein Feuer ausgebrochen, welches sich auf das Treppenhaus ausbreitete. In dem Gebäude befinden sich im ersten Obergeschoss Personalwohnungen. Vier Personen – so wurde angenommen – waren den Flammen ausgesetzt. Der Rettungsweg konnte nicht mehr passiert werden. Die Folge: Drei Bewohner wurden ob des giftigen Rauchs bewusstlos, eine Person rettete sich auf einen Balkon. Der Rauch wurde extra mit Disconebel simuliert, so dass sich die Übung so realitätsnah wie möglich darstellte.

Wie Martin Kreller, Kommandant der Abteilung Stadt, die zahlreichen Zuschauer bei seiner Moderation der Übung informierte, sei ein Brand auf dem Domäne-Areal besonders herausfordernd für die Feuerwehr – und daher auch das Übungsobjekt.

35 Feuerwehrleute im Einsatz

Denn: „Wir können mit den Fahrzeugen nicht direkt an die Einsatzstelle herfahren.“ Der Biergarten sei eben bestuhlt, dazu habe man es bei der Domäne mit historischen Gebäuden zu tun, die stark frequentiert seien. „In Spitzenzeiten müssen wir damit rechnen, dass wir hier 1000 bis 1500 Menschen antreffen“, so Kreller. Diese würden im Brandfall aus dem Biergarten evakuiert, damit die Feuerwehr Platz zum Arbeiten hat.

Trotz aller Hindernisse meisterte die Abteilung Stadt, die mit 35 Kräften und sieben Fahrzeugen im Einsatz war, die Übung souverän. Über eine Leiter wurde zunächst die Person auf dem Balkon befreit. In den Innenräumen lief nach einem Studium der Gebäudeskizze die Brandbekämpfung an. Und auch die Drehleiter ragte über dem Gebäude empor und bekämpfte die Flammen aus der Luft.

DRK nimmt an Übung teil

Besonders schwierig war die Bergung einer Person, die nicht mehr gehfähig war. Aber auch dies sollte durch gemeinsame Arbeit Hand in Hand gelingen. Die geretteten Personen wurden umgehend dem Roten Kreuz übergeben, das ebenfalls mit zahlreichen Helfern an der Übung teilnahm.

Nicht nur für die Hechinger Feuerwehrabteilung und das DRK war die Kirbeübung eine Probe für den Ernstfall. Auch das Domäne-Personal übte die Evakuierung und sammelte sich am Treffpunkt am Parkplatz.

Nach Abschluss der Übung gab es für die Kinder dann noch was zum Staunen. Die Feuerwehrleute öffneten die Türen zu ihren Einsatzfahrzeugen – und auch der ein oder andere Erwachsene ließ sich von dem beeindruckenden Equipment in den Bann ziehen.

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