Kernzeitraben Bisingen: Platz-Sharing kommt - Gemeinde setzt Eltern-Vorschlag um

Im Gebäude der Kita Rappelkiste sind die Kernzeitraben untergebracht.
KauffmannBei den Kernzeitraben der Gemeinde Bisingen konnten zuletzt knapp 170 Plätze vergeben werden. Leider überstieg die Nachfrage das Angebot, sodass die Gemeinde Bisingen 14 Kindern keinen Betreuungsplatz anbieten konnte.
„Zwischenzeitlich konnten wir vier weiteren Kindern einen Alternativplatz anbieten, sodass nun nur noch zehn Kinder ab September keinen Betreuungsplatz haben“, das berichtet die Gemeinde in einer Pressemitteilung.
Aufgrund der Absagen hatte sich zuvor Elternbeiratsvorsitzende Eva Fux während der Gemeinderatssitzung im Juni zu Wort gemeldet. Im Nachgang erstellte sie ein Konzept, nach dem die begrenzt verfügbaren Plätze mehrfach zugeteilt werden.
Fux hatte es so verglichen: Beim bisherigen System herrscht bei Absagen „Enttäuschung“ und „wachsender Druck“ auf die Eltern. Das neue System sei „innovativ, lösungsorientiert, bürgernah“. Es würde ein „Signal der Handlungsfähigkeit und des Willens“ an die betroffene Bevölkerung aussenden.
„Platz-Sharing im kommenden Schuljahr grundsätzlich möglich“
Dieses Signal der Handlungsfähigkeit haben die Eltern nun erhalten. Einen Tag vor der Gemeinderatssitzung, am Montag, 21. Juli, verkündet die Gemeinde in einer Pressemitteilung, darin heißt es: „Ein Vorschlag aus der Elternschaft, durch sogenanntes ‚Platz-Sharing‘ zusätzliche Lösungen zu schaffen, wurde in den vergangenen Wochen von der Gemeindeverwaltung gemeinsam mit dem Träger, dem Haus Nazareth, intensiv geprüft. Ergebnis: Unter bestimmten Voraussetzungen ist ein Platz-Sharing im kommenden Schuljahr grundsätzlich möglich.“
Als Voraussetzung für das Modell des Platzsharings müssten demnach folgende Punkte erfüllt ein: Feste, verbindlich vereinbarte Betreuungstage der Kinder; selbstständiges Suchen des Sharing-Partners durch die Eltern; die Platzteilung erfolgt in Eigeninitiative der Familien mit Unterstützung durch die Gemeinde Bisingen; Verlässlichkeit; die Anmeldung beider Teilfamilien muss bis spätestens Ende September 2025 erfolgt sein; die Regelung ist befristet auf das Schuljahr 2025/2026; kein Tausch der einzelnen Tage oder Wochen möglich, verbindliche Buchung.
Eva Fux bringt Idee Ende Juni im Gespräch
Elternvertretung, Gemeinde und Haus Nazareth rufen gemeinsam dazu auf, sich solidarisch zu zeigen und in enger Abstimmung miteinander nach praktikablen Platz-Sharing-Konstellationen zu suchen, heißt es in der Pressemitteilung weiter.
Ziel sei, durch gegenseitige Unterstützung möglichst vielen Kindern eine Betreuung zu ermöglichen. „Wir hoffen dadurch, dass sich die angespannte Situation für die betroffenen Eltern etwas entschärfen lässt, auch wenn ihnen bewusst ist, dass Platz-Sharing nicht für alle eine zufriedenstellende Lösung ist“, heißt es abschließend.
In einem Schreiben an Bürgermeister und Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat vom Juni hatte Eva Fux das Konzept des Platz-Sharings in die Diskussion gebracht – mit Erfolg.
Ab 18 Uhr im Feuerwehrhaus
Der Termin
Die nächste Sitzung des Bisinger Gemeinderats findet am heutigen Dienstag, 22. Juli, von 18 Uhr an im Saal des Feuerwehrhauses statt.
Die weiteren Themen
Vorgestellt wird ein weiteres Bauprojekt, das auf dem Maute-Areal realisiert werden soll; beraten wird über Bauvorhaben aus Anlass der Starkregenkonzeption, über die Sanierung der Bachmauer in Zimmern, ebenso über die Sanierung des dortigen Spielplatzes; das Gremium will weitere Bauplätze vergeben und die Beiträge für die Kindergärten in Bisingen anpassen.