Katholische Kirche in Zollern
: Mitmachevent als Anfang einer neuen Vision – das ist geplant

Die katholische Kirche will die Gemeindeglieder in die Neuausrichtung einbeziehen. In Rangendingen findet am kommenden Samstag, 28. Juni, hierzu ein Mitmachevent statt.
Von
Benjamin Roth
Oberndorf
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Zum 1. Januar 2026 entsteht die katholische Pfarrei St. Jakobus in Hechingen.

Andrea Maute

Die katholische Kirche in Zollern befindet sich im Wandel. Mit dem Projekt „Kirchenentwicklung 2030“ der Erzdiözese Freiburg werden zum 1. Januar 2026 die derzeit 38 Pfarreien und elf Filialkirchengemeinden von Burladingen bis Horb zur Pfarrei St. Jakobus verschmelzen.

Das hat auch Auswirkungen auf das Leben vor Ort. Ideen, Wünsche und Anregungen hierzu werden beim Mitmachevent „Hope“, das am Samstag, 28. Juni, von 9 bis 17 Uhr im katholischen Gemeindehaus in Rangendingen veranstaltet wird, gesammelt.

Was ist die Idee hinter der Veranstaltung? Nina Leimgruber, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit im Dekanat Zollern, betont: „Schon vor Corona gab es die Idee in Hechingen, einen breit angelegten Visionsprozess zu starten.“

Leider habe die Pandemie da einen Strich durch die Rechnung gemacht. Jetzt sei im Zuge der Neuorganisation der katholischen Kirche in Zollern der Auftrag der Bistumsleitung, eine Vision für diese neue Kirchengemeinde zu finden.

„Wir wollten das nicht alleine, sondern mit möglichst vielen Menschen entwickeln. So ist die Idee zu dem Tag entstanden.“

Die Kirche werde von vielen ehrenamtlichen Engagierten getragen. Auch ihre Visionen, Wünsche und Bedürfnisse sollen in der zukünftigen Kirchengemeinde ihren Platz finden.

Teilnehmer am samstäglichen Mitmachevent erwartet eine Mischung, was die künftigen Ziele und Themen angeht. „Vieles reißt ab an Traditionen und Selbstverständlichkeiten, das verunsichert alle“, betont Leimgruber. In erster Linie gehe es daher um die Stärkung der eigenen Hoffnung und des Wir-Gefühls als Kirche. In verschiedenen Workshops könne man der eigenen Hoffnung auf die Spur und miteinander ins Gespräch kommen.

Zudem ist eine Referentin eingeladen, die kreativ über „Lego serious play“ anleitet, wie eine zukunftsfähige Kirche aussehen kann. Der Poetry Slamer Marco Michalzik wird dazu einen großen Hoffnungstext verfassen aus all den Äußerungen, die im Vorfeld oder an dem Tag zu dem Thema gefallen sind.

Im Optimalfall soll die Veranstaltung der Auftakt für kleine Gruppen sein, die sich der Themen annehmen und weiteres Planen. Das Ziel: „Wir möchten aus diesem Tag die essenziellen Themen herausschreiben und daraus einen ersten Entwurf für eine neuen Vision entwickeln.“

In einer Umfrage im Sondernewsletter zur Kirchenentwicklung wurden die Gemeindeglieder bereits nach deren künftigen Wünsche gefragt. Laut Leimgruber werden auch die Ergebnisse dieser Umfrage am Samstag Thema sein. „Die Wünsche, die wir erhalten haben, gingen vom Erhalt der Traditionen vor Ort bis hin zur Ermutigung zu mehr Experimentierfreude.“ Immer wieder sei auch der Wunsch nach einer stärkenden Gemeinschaft inmitten einer sich polarisierenden Welt gefallen.

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