Junginger Ferienspiele
: Vor dem Vesper Mumien einwickeln

Seit Montag sind 70 Junginger Kinder bei den Ferienspielen aktiv. Gemeinsam mit ihren zwölf Teamern und drei pädagogischen Fachkräften fliegen sie durch die ganze Welt.
Von
Klaus Stopper
Oberndorf
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Die Junginger Ferienspiele sind gestartet. Deren Leiterin Tamara Cutali (vorne) hat sichtlich Spaß an dem bunten Treiben der 70 Kinder, die dabei betreut werden.

Klaus Stopper

Draußen prasselte der Regen runter, und drinnen in der Junginger Sporthalle ging es turbulent zu am Dienstagmorgen. 70 Kinder in einer Halle, da herrscht Leben. Manche hängen an der Kletterwand – die dicke Matte selbstverständlich am Boden drunter, hinten wird gekickt, viele Kinder rennen mit Filzstiften rum und lassen sich ihre Shirts signieren, und am großen Tisch werden Mumien eingewickelt. Natürlich ohne tote Wesen im Innern, dafür mit viele Zeitungspapier und Kleister. Manche arbeiten still vor sich hin, andere toben auch ein wenig rum.

Tamara Cutali ist der ruhende Pol im Trubel

Mitten drin bildet Tamara Cutali den ruhenden Pol. Ein Junge hat wohl in die Mädchen-Umkleide gespickelt, wird ihr gemeldet. Das regelt sie völlig souverän neben dem Gespräch mit der Presse.

Der kleine Übeltäter meldet sich bei ihr und muss fünf Minuten neben ihr auf der Bank sitzen. Solche kleinen Vorfälle und Problemchen lösen, das ist sie gewohnt, denn in Jungingen leitet sie die verlässliche Grundschule. „Klar muss man immer aufmerksam sein und eingreifen, wo das nötig ist“, sagt sie und lacht.

Teamer haben einen guten Draht zu den Ferienspiel-Kindern Das gelte auch für die zwölf Teamer – junge Freiwillige im Alter zwischen 14 und 16. Die sind vom Alter her nahe dran an den Ferienspielkindern, die dann natürlich völlig stolz sind, wenn sich diese Jugendlichen mit ihnen abgeben und befreunden. „Gerade auch die Jungs sind hier die absoluten Helden“, erklärt Tamara Cutali.

Kinder reisen in fünf Tagen um die Welt

Abends seien dann natürlich alle schon etwas erledigt nach einem Tag voller Trubel, Lärm und permanentem Kontakt. „Aber wenn ich dann auf dem Handy die Fotos vom Tag anschaue, dann freue ich mich total, weil man da dann einfach sieht, wie viel Spaß alle haben.“

Das Motto in diesem Jahr lautet „in fünf Tage um die Welt“. Zum Auftakt frühmorgens um 7.30 Uhr bilden die Kinder dazu eine Flieger-Schlange und reisen rund um den Globus. Am Montag war das Wetter noch gut, da wurde das Freibadgelände – das eigentliche Ferienspieleterrain – zu Asien. Der regnerische Dienstag war dann ausgerechnet Afrika gewidmet, und am Mittwoch ist Australien das Thema. Auf jeden Fall wird da Bumerang geworfen, es gibt wieder viele Gemeinschaftsspiele und auch viele Bastelangebote.

Am Donnerstag ist die gemeinsame Übernachtung in der Halle ein mit Spannung erwarteter Höhepunkt. Am Freitagmittag ist dann Ferienspiele-Feierabend. Nächste Woche geht die Schule wieder los.

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