Hechingen-Weilheim: Wärmenetz grundsätzlich möglich

In Weilheim geht es aktuell um Wärmeversorgung.
PrivatIn der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrats Weilheim wurden zahlreiche Themen behandelt. In der Einwohnerfragestunde kamen unter anderem der Containerstandort „Am Hofstättle“, Straßenschäden „Am Hag“ sowie eine Schadstelle in der Schulerstraße zur Sprache. Im Bereich der laufenden Maßnahmen wurde über die Teilsanierung des Großholzweges informiert. Die Arbeiten an dem rund 80 Meter langen Abschnitt verzögern sich derzeit krankheitsbedingt bei der Firma. Ein neuer Termin für den Baubeginn wird zeitnah erwartet.
Beim Mobilfunkmast auf dem Bleichberg herrscht zurzeit stillstand. Die Ortschaftsverwaltung bleibt hier weiter im Austausch mit den Verantwortlichen, um eine zeitnahe Installation der Sendertechnik zu erreichen. Ein positives Beispiel für gemeinschaftliches Engagement sind die „Bee Better Beete“. Um die Pflanzflächen weiterhin attraktiv zu halten, sind alle Einwohner eingeladen, sich an der Pflege zu beteiligen. Treffpunkt ist jeweils montags ab 9 Uhr an der Urbanskapelle – schon mit geringem Zeitaufwand kann hier gemeinsam viel erreicht werden.
Trinkwasserhochbehälter war Thema
Breiten Raum nahm die Information zum Trinkwasserhochbehälter ein. Nach der Feststellung einer Verformung im Jahr 2022 wurden umfangreiche Untersuchungen, Gutachten und Abstimmungen durchgeführt. Da bislang keine einvernehmliche Lösung zur Sanierung erzielt werden konnte, ist inzwischen ein Gerichtsverfahren anhängig. Unabhängig davon ist die gute Nachricht: Die Trinkwasserversorgung für Weilheim ist jederzeit uneingeschränkt gesichert.
Ein zentrales Zukunftsthema der Sitzung war die kommunale Wärmeplanung der Stadt Hechingen. Diese verfolgt das Ziel, die Wärmeversorgung langfristig klimaneutral zu gestalten. In einer gemeinsamen Sitzung mehrerer Ortschaftsräte wurden die Analyseergebnisse und mögliche Zukunftsszenarien vorgestellt. Für Weilheim wurde überwiegend ein sogenanntes „Wärmenetzprüfgebiet bei günstigen Voraussetzungen“ identifiziert. Das bedeutet, dass ein Wärmenetz grundsätzlich möglich ist, jedoch nur bei entsprechenden lokalen Initiativen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen realisiert werden kann. Alternativ kommen individuelle, fossilfreie Heizlösungen wie Wärmepumpen oder Solaranlagen in Betracht.
Die Untersuchungen zeigen zudem Potenziale für erneuerbare Energien, etwa durch Geothermie, Solarenergie oder Umweltwärme. Ergänzend sollen künftig verstärkt Informationsangebote sowie Beratungen für Hauseigentümer zur energetischen Sanierung und modernen Wärmeversorgung angeboten werden. Der Ortschaftsrat Weilheim hat die vorgestellte Wärmeplanung einstimmig befürwortet und empfiehlt deren Umsetzung.