Hechingen: Neuer Besucherrekord bei Musikerball

"Fasnet isch schee": Das Finale des Musikerballs in Boll war der Schlusspunkt eines erstklassigen Bühnenprogramms.
ErnstingHechingen-Boll - Buntes zum Jubiläum präsentierte der Musikverein Boll am Samstagabend bei seinem Fasnetball in der Festhalle. Sehen wollten die Show mehr Zuschauer als jemals zuvor.
Sie erlebten gut zwei Stunden lang ein erstklassiges Programm. Ansager Markus Beck war als Stand-up-Comedian bestens vorbereitet.
Los ging’s mit der "Jazz X Dance Company" unter der Leitung von Kerstin Rother. Kommandant Thorsten Dehmer setzte danach mit seinem Raumschiff zur Landung – ausgerechnet – in Stetten an. Von seiner Station aus instruierte ihn der zweite Außerirdische, Hubert Keller, über das "Paradies" Boll und den "Fehlversuch" Stetten.
Die Feuerwehrschlümpfe sangen zur bekannten Melodie ein auf die Feuerwehr Boll umgedichtetes Lied. Flötenschlumpf Moritz Keller spielte dazu auf der Blockflöte. Ludwig Schäfer stellte als Luis aus Südtirol Sprachtalent und historische Kenntnisse unter Beweis.
Als "Dorfrocker" zeigten die Jugendlichen des Musikvereins in Lederhosen und Dirndl einen Schuhplattler, bei dem es niemanden in der Halle auf den Stühlen hielt. Professor Martin Hahn erläuterte in einem wissenschaftlichen Vortrag den menschlichen Körper so gekonnt, dass das Publikum innerhalb kürzester Zeit die Bedeutung aller Röhren verstand. In einem weiteren Exkurs erklärte der Professor, welcher (hintere) Teil des Körpers der wichtigste sei.
Olympisches Flair brachten die vier Synchronschwimmer Kuno Löffler, Reiner Kohler, Hubert Wolf und Hans-Werner Buckenmaier nach Boll. Unter der Leitung von Christina Walz zeigten sie eine medaillenreife Kür – auch wenn ihre Darbietung mit Seepferdchen, Haifischen, Paddel und Trompeten aufgepeppt war.
Viel zu Lachen gab es auch bei der Pizzabestellung von Stephan Herrmann. Als Herr Kellermann hatte er es nicht leicht, denn Annette Wolf in der Pizza-Zentrale wusste mehr über ihn, als ihm lieb sein konnte.
Bolls besten Magier Kata alias Simon Schäfer und sein Assistent Ludwig "Strophe" Schäfer zeigten ihre Nummern mit einem tanzenden Zauberstab, dem verschwundenen Vogelhäuschen und dem Wasserkrug – dummerweise schaffte es der Assistent jedesmal, die Tricks zu verraten. Als Strafe wurde ihm zum Schrecken der Zuschauer ein Messer in den Kohlkopf gerammt. Fürs Finale hatten sich die Musiker etwas Besonderes ausgedacht: Armin Buckenmaier, Tanja Schuler und Petra Löffler hatten auf die Melodie von YMCA das Lied "Fasnet isch schee" geschrieben. Wenn man nach den Reaktionen der Zuhörer geht, wird das Lied der neue Evergreen des Musikvereins Boll.