Hechingen
: Die alte Kleidung dämmt gut

Hechinger Gymnasiasten erreichen bei "Jugend forscht" zweiten Platz
Von
Schwarzwälder-Bote
Oberndorf
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Von Doris Sannert

Hechingen. Wie gut sind die heutigen Dämmstoffe und welche Alternativen gibt es? Dieser Frage gingen die 14-jährigen Hechinger Jan Marquardt und Patrick Pfister auf den Grund. Bei "Jugend forscht" in Altensteig wurden ihre Forschungsergebnisse mit einem zweiten Platz belohnt. Wer heute baut, verpasst seinem Haus meist einen Vollwärmeschutz, wissen die beiden. Doch welche Materialien verwendet werden und wie gut sie wirklich isolieren, das wollten die Schüler des Gymnasiums Hechingen genauer wissen. Für ihre Testreihe bauten sie sich einen würfelförmigen Kasten aus Styropor und setzten eine Wasserdose ein, die mit einem Tauchsieder versehen war. In die Kammer davor füllten sie nachein­ander etwa 50 Dämmstoffe, die es auf dem Baumarkt derzeit gibt – von Glas- oder Mineralwolle über Aerowolle, Styropor bis hin zu Hanfmatten.

Um die Stoffe testen zu können, wurde das Wasser in der Dose auf exakt 95,3 Grad erhitzt und danach der Stecker des Tauchsieders gezogen. Mit Sensor wurde die Wärme jede Minute insgesamt 15 Stunden lang gemessen und aufgezeichnet und danach am PC ausgewertet.

Nach den kommerziellen Dämmstoffen untersuchten die beiden 14-Jährigen natürliche Materialien wie Heu, trockenes Laub und Stoffreste und stellten fest: Flachs und alte Kleidung eignen sich hervorragend zur Dämmung. Für dieselben Dämmwerte benötigen sie allerdings mehr Platz. Ein weiterer Nachteil: Sie sind leicht entflammbar.

Doch auch hier fanden die beiden Hechinger Gymnasiasten eine Lösung. Anstatt alter Kleidungsstücke könnte man besser die Sitzbezüge aus Autowracks verwenden, da diese bereits entsprechend behandelt sind.

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