Feier des SV Rangendingen
: Musik, Turnen, Theater, Tombola

Wenn der Sportverein Rangendingen seine Pforten zur traditionellen Weihnachtsfeier mit großem Theater und Tombola öffnet, macht sich stets eine große Schar auf den Weg in die Rangendinger Turn- und Festhalle. So auch dieses Jahr. Einige Eindrücke davon haben wir zusammengestellt.
Von
Ralf Dieringer
Oberndorf
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Zur Unterhaltung spielt die Bläsergruppe

Dieringer

Auf den ersten Blick vielleicht etwas unüblich, jedoch dann doch schon wieder über Jahrzehnte gelernt, feiern die Rangendinger Sportler ihre Weihnachtsfeier des Gesamtvereins nicht im alten Jahr, sondern stets zu Beginn des neuen Jahres.

Vorstände begrüßen die Gäste

Direkt am Eingang begrüßte stets mindestens einer der drei Vorstände, um das Vorstandsteam Stefan Wiest, Matthias Stauß und Marco Schmid, die zahlreichen Gäste persönlich mit Handschlag und Smalltalk. Wie gewohnt machte die Bläsergruppe des Musikvereins Rangendingen den Auftakt und stimmte die Gäste und Mitglieder mit den Weihnachtsliedern „Fröhliche Weihnacht“, „Es ist ein Roß entsprungen“, „Es wird scho glei dumpa“ und dem Rangendinger Weihnachtslied „In dunkeler Nacht“ auf die kommenden Stunden ein. Die turnerischen Darbietungen der beiden neu gegründeten Leistungsturngruppen, einer Vielzahl von Mädels zwischen neun und 13 Jahren sowie der 16-17 Jährigen, ließen viele Eltern und Großeltern die Smartphones zücken.

Das „Bühneninferno“ aus Sickingen heizt ein

Im Anschluss spielte, wie bereits im Vorjahr, das „Bühneninferno“ aus Sickingen, mit ihrem Dreiakter der schwäbischen Mundart, groß auf. Der schwäbische Schwank spielte vornehmlich im Wartezimmer und der Praxis der neuen Allgemeinmedizinerin Frau Dr. Grünspan, die die Nachfolge eines alt eingesessenen Hausarztes in Rangendingen übernahm. Bereits in den ersten Stunden ihres ersten Arbeitstages kristallisierte sich Bürgermeister Fritz Gscheidle als der schwierigste Patient des gesamten Dorfes heraus. Ständige Rückenschmerzen trieben das Ortsoberhaupt immer wieder in die Praxis mit dem eigentlichen Ziel, dass seiner Mutter Rosa schleunigst eine Demenz bescheinigt werden sollte, sodass er sich das Elternhaus unter den Nagel reißen könne.

Kalle Bommel gibt sich als Dr. Dr. Dr. Dr. Dr. Sprüngli aus

Doch nicht nur mit ihm, sondern auch mit den verwirrten Patienten der psychiatrischen Zollerburgblickklinik, dem gescheiterten Zauberer Didi Houdini, dem Schizophrenen Kalle Bommel und der unter Wahnvorstellung leidenden Klara Pfeiffer, hatte die neue Ärztin bereits an ihrem ersten Arbeitstag alle Hände voll zu tun. Als die Ärztin zu einem Notfall in den Außeneinsatz gerufen wird, übernehmen die drei verwirrten Patienten der Zollerburgblickklinik, allen voran Kalle Bommel, der sich als Schweizer Facharzt Dr. Dr. Dr. Dr. Dr. Sprüngli ausgibt, die Arztpraxis und das Chaos ist perfekt. Mit kreativen Behandlungsmethoden, wie beispielsweise dem Messen der Windgeschwindigkeit eines Furzes, wird vor allem dem Bürgermeister ein Alkoholproblem angedichtet und seinen Angehörigen dessen Einweisung in die Zollerburgblickklinik geraten.

Pfleger Berni, der durch die kinesiologischen Fähigkeiten von Frau Dr. Grünspan sein stottern und somit seine Schüchternheit ablegen kann, schafft es endlich, sich auf die offensiven Annäherungsversuche von Arzthelferin Doris einzulassen.

Und wäre der erste Arbeitstag nicht schon kurios genug, lässt sich der Güllepumpenpeter mit einem prall gefüllten Fünf-Liter-Eimer seiner Urinprobe und stinkenden Käsefußen mehrmals in der Praxis blicken.

Lukas Dorniak gewinnt Urlaub am Gardasee

Das aufmerksam lauschende Publikum lachte sich duzende Male Tränen in die Augen und zollte abschließend mit langanhaltendem Applaus der großartigen schauspielerischen Leistung der Laien-Darsteller großen Respekt.

Den Ausklang fand die Veranstaltung in der stets sehr beliebten Tombola. Den Hauptpreis, fünf Übernachtungen im 4-Sterne-Hotel in Limone sul Garda am Gardasee, gewann Lukas Dorniak.

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