Fasnet in Haigerloch: Kleine Narren können feiern wie die Großen

Sie folgten ihnen das Städtle hinab bis in die Unterstadt.
Kost/KostIn der Kernstadt zogen die Dominos der Haigerlocher Narrenzunft zuerst zum Kindergarten und dann in die Schulen, um die Kinder zu befreien, Süßigkeiten und Brezeln auszuwerfen.
Viele Kinder ziehen mit den Dominos durchs Städtle
Dass die Narrenzunft seit einiger Zeit ein Programm im Zunftheim in der Unterstadt bis zum Start des Kinderumzugs anbietet, hat sich als richtige Strategie erwiesen: Die Zahl der Kinder die mit den Dominos durchs Städtle zieht ist wieder deutlich größer geworden als in früheren Jahren. Diesmal waren es rund 50 Jungen und Mädchen. Außerdem, das war eine Premiere, durften sie zum allerersten Mal beim Besuch der Narren in der Stadtverwaltung mit dabei sein (siehe weiteren Bericht).
In Owingen, Stetten, Bad Imnau, Trillfingen und Gruol besuchten die örtlichen Narrenvereine am Morgen ebenfalls die Kindergärten beziehungsweise Grundschulen und befreiten die Kinder aus den Fängen ihrer Erzieherinnen oder der Lehrerschaft.
Überall wird kräftig gefeiert
Nachmittags gab es dann in mehreren Ortschaften Umzüge und Bälle. Begleitete von den Salzschleckern und der Stettener Lompakapell zogen die Kinder der beiden Kindergärten als Drachen und Dinosaurier beziehungsweise als Pippi-Langstrumpf zur Kinderfasnet in die Glückaufhalle. Auch in Owingen wurde nach dem Umzug in der Eyachtalhalle fröhlich Fasnet gefeiert – und zwar unter dem Motto „Das Dschungelbuch“.
Angeführt von den Schdonza-Bätschern setzte sich in Gruol setzte sich der Kinderumzug vom Festplatz aus in Bewegung und führte in den Löwensaal. wo ein buntes Unterhaltungsprogramm sowie Spiele und Auftritte der Gruoler Tanzgarden für Kurzweil sorgten.
Traditionelle Figuren in der Trillfinger Kinderfasnet
In Trillfingen besteht der Kinderumzug immer aus traditionellen Gruppen wie den Zigeunerinnen, den Teufeln, den Hanswursten und vor allem der Hochzeitsgesellschaft. Er führte auf den Dorfplatz, wo vor zahlreichem Publikum der stellvertretenden Ortsvorsteherin Alexandra Graf der Rathausschlüssel abgenommen und der Narrenbaum aufgestellt wurde. Danach wurde in der örtlichen Mehrzweckhalle kräftig Fasnet gefeiert.
In Bittelbronn zogen die Kittelsteigweible vom Wasserturm aus ins Bürgerhaus, wo sie mit den Kindern Fasnet feierten und später Ortsvorsteher Gerd Klingler entmachteten.
Auch in Weildorf gab es einen Kinderumzug, der vom örtlichen Musikverein und den „Storchen“ begleitet wurde. Auf das junge Narrenvolk wartete dann im Hagastall ein lustiges Programm mit dem Kinderdorfbüttel und den tanzenden Jungstörchen.
Beim Haigerlocher Kinderball wird’s wild
Auch in der Kernstadt herrschte am Nachmittag beim Kinderball unter dem Motto „Jetzt wird’s wild“ in der Witthauhalle viel Trubel. Für Unterhaltung war mit Polonaise, dem Auftritt der Bambini-Tanzgruppe, Spielen, einem Malwettbewerb gesorgt. Außerdem hatte die Narrenzunft den Luftballonkünstler „Abudabula“ eingeladen. Lediglich in Hart fand gestern keine Kinderfasnet statt.