Drittes R.i.M.-Festival in Haigerloch
: Warum Rock im Madertal so gut lief

Country, Rock- und Heavy Metal sowie Blasmusik standen bei der dritten Ausgabe des Rock-im-Madertal-Festivals auf dem Programm. Dieser breite Mix lockte viel Publikum ins Festzelt beim Weildorfer Sportplatz.
Von
Max Bäurle
Oberndorf
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Rockten, was das Zeug hielt: Die Band „Defender“ aus Balingen.

Bäurle/Max Bäurle

„Welcome to the Wild West“. Ein großes Plakat signalisierte den Gästen zum Auftakt des „R.i.M.“-Festivals am Freitag was sie erwartet. Eine Menge Country- und Western-Flair im toll dekorierten und mit Saloon-Bar und Marterpfahl ausgestattetem Festzelt sowie zwei Bands. Viele Gäste hatten sich zudem in Westernkluft geworfen.

Zwei Country-Bands heizen ein

Das „Duo Nashville“ als erste Band am Freitag brachte gleich mal mit dem lässig groovenden Hit „Achy Breaky Heart“ von Billy Ray Cyrus Stimmung in die Bude und legte mit temporeichen Songs oder gefühlvollen Balladen nach.

Das Quintett „Silver Highway“ meldete sich danach mit dem schwungvollen Titel „Here We Are“, der Band Alabama an und legte mit Klassiker wie „Guitars And Cadillacs“ (Dwight Yoakam) und „Amarillo By Morning“ (George Strait) oder Driving My Life Away“ (Eddie Rabbitt) nach. Aber auch mit Rock- und Folkhymnen (Bad Moon Rising“; „Whiskey in the Jar“) begeisterte die Band so sehr, dass das Publikum bei einigen der über 30 von „Silver Highway“ dargebotenen Hits lauthals mitsang.

Mächtig was los bei der Rock- und Metal-Nacht

Am Samstag ging es mit der Rock- und Metalnacht ebenso emotional weiter, diese lockte richtig viele Fans der harten Töne an. Den Anfang machten „Defender“, aus Balingen, die ihren Anhängern melodischen aber durchaus energiegeladenen German Metal kredenzten. Es herrschte eine geradezu explosive Stimmung auf und vor der Bühne, und die Mischung aus Härte, Geschwindigkeit und Melodie kam beim sehr gut Publikum an, Die langen Haare flogen und hin und wieder sprühten Feuerfontänen am Bühnenrand in die Höhe.

Die nachfolgende melodische Heavy-/Power-Metal-Band „Skull And Crossbones“ wollte sich da nicht lumpen lassen und gab gleich mit dem fetzigen „Midnight Fyre“ Vollgas. Die Band aus Gerstetten auf der Alb beherrschte aber auch Balladen mit gefühlvollen Gesang, wie „Live Your Dreams“ und bei „The Traveller“ gingen im Publikum die Arme nach oben . Den Abschluss am Samstag machte die bereits zweimal beim R.i.M“-Festival aufgetretenen Band „She’s The Boss“ aus Albstadt um Sängerin Mandy Wild mit vielen bekannten Hits sowie einigen eigenen Titeln.

„R.i.M.“-Festival klingt gemütlich mit Blasmusik aus

Auf die Zielgerade bog das dreitägige Fest am Sonntag mit Blasmusik ein. Die „Böhmischen Schwoba“ boten zur Mittagszeit im gut gefüllten Festzelt bodenständige Blasmusik an und auch die Band „Blowfeld“ ließ sich nicht lumpen.

Ein etwas erschöpft wirkender Vereinsvorsitzender Erich Löffler zog nach drei Tagen Dauereinsatz ein positives Fazit. Rund 40 Helfer sorgten für einen reibungslosen Ablauf des „Rock im Madertal“-Festivals. Wie man es künftig veranstaltet, darüber, so Löffler, wolle man bei der Hauptversammlung des „R.i.M.“ sprechen. Eines lässt sich aber jetzt schon sagen: Obwohl es das Festival erst seit 2022 gibt, hat es sich schon einen Namen gemacht.

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