Christoph Michailidis ist tot
: Ein Wohltäter und Macher aus Bisingen ist gegangen

Christoph Michailidis ist tot. Im Jahr 1972 kam er von Griechenland nach Bisingen und er prägte den Ort, als Unternehmer, Gemeinderat und engagierter Mitbürger.
Von
Alexander Kauffmann
Oberndorf
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Christoph Michailidis aus Bisingen ist tot.

Peter Schilling

Am Dienstag nahm Christoph Michailidis noch an der Gemeinderatssitzung teil und machte einen tatkräftigen Eindruck, wenige Tage später wurde er plötzlich aus dem Leben gerissen.

Der verstorbene Christoph Michailidis war ein Mann der Tat und das in vielerlei Hinsicht. Mit 13 Jahren kam er aus Griechenland nach Bisingen und das Wohl der Kirchspielgemeinde, seiner neuen Heimat, lag ihm stets sehr am Herzen.

Seit der Kommunalwahl 2014 begleitet er das Ortsgeschehen auch als Mitglied der Fraktion der Freien Wähler im Bisinger Gemeinderat. Dass er ins Gremium gewählt wurde, war ein freudiger Erfolg, mit dem er damals nach eigener Aussage nicht gerechnet hatte.

1984 gründete er sein Unternehmen

Im Jahr 1972 siedelten seine Eltern von Thessaloniki nach Bisingen. In seiner neuen Heimat fand er schnell Kontakt: „Ich war der einzige Grieche in der Schule, spielte nur mit deutschen Kindern und musste daher auch deutsch sprechen“, erzählte er unserer Redaktion im Jahr 2014. Die Voraussetzungen für eine gelungene Integration waren damit geschaffen.

Und er sollte es weit bringen. Er absolvierte in Bisingen eine Ausbildung als Elektroniker, spezialisierte sich auf Sicherheitstechnik und Alarmanlagen. 1984 gründete er sein eigenes Unternehmen, das bis heute im Gewerbegebiet Nord seinen Sitz hat. Im Jahr 2019 übergab Christoph Michailidis das Unternehmen an seine Kinder Marina und Michael Michailidis und legte den Grundstein für prosperierende Geschäfte. Erst im Juli 2025 wurden Pläne zur Erweiterung der Firma am Standort Bisingen im Gemeinderat vorgestellt.

Mit Leidenschaft engagiert

Nicht nur in geschäftlicher und kommunalpolitischer Hinsicht war Christoph Michailidis mit Herz und Seele dabei, er brachte sich auch als Mitglied des FC Steinhofen ehrenamtlich ein.

Ganz gleich, was der Verstorbene getan hat, er war jemand, der sich mit Leidenschaft engagierte. Er war jemand, der sich für wohltätige Zwecke einsetzte und dabei auch nicht verlegen war, sein eigen verdientes Geld zu geben. Er war jemand, der die Kirchspielgemeinde im Gemeinderat meinungsstark vorangebracht hat.

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