Burladingen
: Rechtmäßigkeit des Verkaufs prüfen

Erbe der Schwester von Klara Walz meldet gegebenenfalls Ansprüche an / Konstantine verließ 1956 die Mühle
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Schwarzwälder-Bote
Oberndorf
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Konstantine Walz, die Schwester von Klara Walz, wuchs in der Walz-Mühle auf. Hat ihre Heimat aber 1956 verlassen.

Schwarzwälder-Bote

Von Lothar Held

Burladingen. Der Verkauf der Walz-Mühle wird wohl noch ein Nachspiel haben. Denn Klara Walz war wohl nicht die alleinige Besitzerin des Denkmal geschützten Gebäudes zwischen den Burladinger Stadtteilen Stetten und Hörschwag.

Wie jetzt bekannt wurde gab es in der Walz-Mühle neben der verstorbenen Marie und der im Burladinger Pflegeheim lebenden Klara Walz noch eine dritte Tochter. Anders als ihre beiden Schwestern hatte das jüngste der drei Mädchen aber geheiratet, ausgerechnet einen evangelisch Mann. Das soll zur Folge gehabt haben, dass sie "verstoßen" wurde.

Und tatsächlich, in Gesprächen mit Marie und Klara Walz, wie auch in der Dokumentation "Der Herrgott weiß, was mit uns geschieht", tauchen zwar immer wieder Erzählungen über den seit dem Krieg vermissten Bruder auf, aber nie ist die Rede von der Schwester Konstantine Walz, die in Berlin-Schöneberg gelebt hat. Bis zu ihrem Tod im Februar war sie dort von Bernd Hennig, der zu ihrem Bevollmächtigten und Alleinerben eingesetzt ist, betreut und gepflegt worden.

Bernd Hennig will nun die Verkaufsmodalitäten der Walz-Mühle an die beiden Reutlinger Investoren prüfen lassen. Sollte Konstantine König, geborene Walz, Ansprüche an der Mühle gehabt haben, so will er die gegebenenfalls durchsetzen, um so die bislang von ihm aufgebrachten Beerdigungskosten decken zu können. Aber auch um der Verstorbenen nachträglich zu ihrem Recht zu verhelfen.

Wie Bernd Hennig erzählt, hat Konstantine Zeit ihres Lebens unter der Verbannung von ihren Angehörigen auf der Alb gelitten. Sie habe im Jahr 1956 im Alter von 31 Jahren die heimische Mühle verlassen, weil sie sich ein anderes Leben wünschte.

Sie heiratet, die Ehe mit H. König sei aber kinderlos geblieben und ihr Mann schon früh einem Krebsleiden erlegen.

Nach dessen Tod habe sie sich in Berlin alleine durchs Leben geschlagen. Konstantine König war die Nachbarin von Bernd Hennig und nach einem Schlaganfall hat er sich in den vergangenen Jahren um die Frau gekümmert.

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