Bisinger Berg
: Baumpaten machen ersten Erziehungsschnitt

In Grosselfingen zeigen Baum- und Fachwarte, worauf es ankommt – für Obstbäume, Apfelernten und Mostfeste.
Von
Alexander Kauffmann
Oberndorf
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Die Baumpaten und die Fachwarte freuen sich auf den ersten Schnitt der Obstbäume auf dem Bisinger Berg.

Alexander Kauffmann

Das Projekt des Obst- und Gartenbauvereins Grosselfingen auf dem Bisinger Berg hat richtig Fahrt aufgenommen: Erst im November haben weitere Baumpaten 32 Obstbäume gepflanzt, und am Samstag durften sie ihnen den ersten und damit wichtigsten Schnitt angedeihen lassen. All das einmal mehr unter fachkundiger Anleitung der Baum- und Fachwarte Zollernalb.

Hermann Butz aus Roßwangen, Fachwart und Streuobstpädagoge, war in seinem Element, als er den Baumpaten auf der Leiter stehend erklärt hat, worauf es beim Erziehungsschnitt ankommt. So berichtete er, dass ein Baum bestenfalls drei Leitstämme hat, wie man die Schere richtig hält und in welchem Winkel die Äste im Idealfall wachsen sollten.

Ziel ist, dass die Kronen stabil sind, Licht und Luft haben. Gerade der erste Erziehungsschnitt sei wichtig fürs Baumleben, sagt Butz. Schließlich sollen die Bäume 80 bis 100 Jahre alt und bei guter Pflege sogar noch älter werden.

Die Baumpaten machten sich einmal mehr motiviert ans Werk, ihre Bäume zu schneiden. Im Verlaufe der Aktion hat OGV-Vorsitzender Christian Müller die Baumpaten-Urkunden überreicht, die freudig in Empfang genommen worden sind.

Zum Ausklang sorgte das Verpflegungsteam des OGV wieder für Leberkäsweckle, Kuchen und kalte Getränke. Die Sonne und der blaue Himmel haben zum Verweilen am Bisinger Berg eingeladen. Dazu klang aus den Boxen das neue OGV-Lied, das Christian Müller kurzerhand mit einer KI generiert hatte. In einer Liedpassage heißt es: „Der Obst- und Gartenbauverein in Grosselfingen ist der coolste auf der Welt, das kann uns keiner nehmen.“

Mit dem ersten Baumschnitt ist es derweil nicht getan, denn die Bäume benötigen in den ersten zehn Jahren intensive Pflege. Tragen sie die ersten Früchte, werden Apfelernten und Mostfeste dazu beitragen, noch mehr Leben in die neue Streuobstwiese zu bringen. Im Zuge der „Grosselfinger Streuobstwiesen Initiative“ sind auf dem Bisinger Berg 63 Obstbäume neu gepflanzt worden.

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