Bei Dußlingen
: Tunnel auf B27 wird für Starkregen gerüstet

Ab Montag, 23. September, beginnt das Regierungspräsidium Tübingen mit den Arbeiten zur Verbesserung des Hochwasserschutzes für den Tunnel in Dußlingen im Verlauf der B27. Ein Rückblick auf das Starkregenereignis im Juni 2021.
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(red/pm)
Oberndorf
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Nach dem Starkregenereignis im Juni 2021 musste der B27-Tunnel bei Dußlingen voll gesperrt werden. Lange war nur eine Spur befahrbar – wie auf dem Foto aus dem Jahr 2022 sichtbar. (Archivfoto)

Schnurr

Die Folgen des Starkregenereignisses vom 28. Juni 2021, als der Wiesbach zwischen Nehren und Dußlingen über die Ufer getreten ist und die Wassermassen die B 27 und den Tunnel bei Dußlingen fluteten, sind noch immer präsent.

Infolge dessen beginnt das Regierungspräsidium Tübingen ab Montag, 23. September, mit den Arbeiten zur Verbesserung des Hochwasserschutzes für den Tunnel Dußlingen im Verlauf der B 27.

Was ist geplant? Im Zuge dieser Hochwasserschutzmaßnahme erfolgt eine Erhöhung des nördlichen Ufers des Wiesbachs zwischen der Musikantenscheune in Nehren und der B 27 auf einer Länge von rund 325 Metern mit Steinblöcken. Diese sollen laut einer Pressemitteilung des Regierungspräsidiums das bei einem Starkregenereignis ansteigende Wasser im Wiesbach auf die südlich vom Wiesbach gelegenen Flächen umleiten.

Spundwand soll Wasser zurückhalten

Zusätzlich werde vor dem südöstlichen Tunnelportal, Fahrtrichtung Tübingen, an der bestehenden Böschung der B 27 eine Spundwand eingebracht. Die rund 135 Meter lange Spundwand rage bis zu 60 Zentimeter über das Gelände heraus. Durch die Spundwand werde das über das Gelände abfließende Wasser zurückgehalten und der Tunnel vor Überflutung geschützt.

Das Regierungspräsidium informiert weiter, dass die Arbeiten außerhalb des klassifizierten Straßennetzes südöstlich des Tunnels auf den Gemarkungen von Nehren und Dußlingen stattfinden. Ziel sei es, die Arbeiten bis Mitte Dezember 2024 abzuschließen. Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf rund 545 000 Euro und werden vom Bund getragen.

Tunnel musste nach Starkregen gesperrt werden

Das Regierungspräsidium blickt in der Pressemitteilung noch mal in das Jahr 2021 zurück: Der Tunnel musste nach dem Starkregenereignis im Juni voll gesperrt werden. Durch das interimsweise Aufstellen von Notrufsäulen und dem Einbau eines lokalen Mobilfunknetzes, dem Austausch der beschädigten Schrankenanlagen mit Steuerungselementen, dem Umbau der Beleuchtung der Fluchtwegbeschilderungen sowie die Reparatur weiterer beschädigter elektronischer Bauteile der Betriebstechnik, konnte die Weströhre in Fahrtrichtung Hechingen am 13. August 2021 im Notbetrieb – das heißt ein Fahrstreifen – für den Verkehr freigegeben werden. Die Oströhre in Fahrtrichtung Tübingen – die stärker beschädigt war – konnte am 16. September 2021 in den Notbetrieb gehen.

Bis zur einspurigen Freigabe der Tunnelröhren erfolgte die Umleitung der B 27 über Gomaringen und Nehren. Die damaligen Instandsetzungsarbeiten haben sich aufgrund der seinerzeit weltweit bestehenden Lieferengpässen insbesondere bei Edelstahl, Kabeln und elektronischen Komponenten verzögert.

Am 1. April 2022 war es dann möglich, den Tunnel im Regelbetrieb wieder freizugeben. Parallel zum Austausch der Tunneltechnik fanden Untersuchungen zu möglichen Schutzmaßnahmen des Tunnels bei zukünftig auftretenden Starkregenereignissen statt. In Abstimmung mit dem Gutachter der Gemeinden Nehren und Dußlingen sowie dem Landratsamt Tübingen wurden die zwei aktuell zur Ausführung anstehenden Maßnahmen erarbeitet.

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