Ausstellung in Hechingen
: Förderverein zeigt „Zwei Welten“ in Villa Eugenia

Zwei Künstler zeigen Zeichnungen, Plastiken und Papierarbeiten ab Sonntag, 27. Oktober, in der Villa. Georg Jankovic ist in der Zollernstadt kein Unbekannter – diesmal hat er seinen Studienkollegen dabei.
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(red/pm)
Oberndorf
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Die Künstler Georg Jankovic (links) und Tetsuya Kuzuhara zeigen ab Sonntag, 27. Oktober, in der Villa Eugenia Arbeiten unterschiedlicher Stilrichtung, die aber alle aus Papier gefertigt sind.

Klaus Stopper /Klaus Stopper

Die Ausstellung „Zwei Welten“ wird am Sonntag, 27. Oktober, in der Villa Eugenia von 14 Uhr an eröffnet. Die Begrüßung hält Uwe Bürkle und die Einführung Georg Jankovic.

Georg Jankovic hat seine ungewöhnlichen, an antike Statuen erinnernden Papiermaché-Skulpturen schon einmal in der Villa gezeigt, diesmal hat er noch zahlreiche Porträt-Zeichnungen dabei, und die Plastiken, die auf den ersten Blick schon mal lustig wirken, sind diesmal auch auf Möbeln platziert. So entsteht eine Art Nachbildung seines Ateliers.

Jankovic wurde 1947 geboren und hat an der Kunstakademie Stuttgart Kunst und Kunstgeschichte, und in Paris an der Ecole des Beaux Arts studiert. Er arbeitete als Kunsterzieher. Seit 2012 tritt er – nach dreißigjähriger Ausstellungabstinenz – wieder regelmäßig an die Öffentlichkeit.

Kontrast von Abstraktion und Gegenständlichkeit

Den zweiten Künstler der Ausstellung, Tetsuya Kuzuhara, kennt er schon lange, denn beide waren Studienkollegen. Kuzuhara hatte in Japan ein Studium in japanischer Literatur und Germanistik abgeschlossen, wollte dieses Leben aber hinter sich lassen. So wurde er Künstler.

In der Villa zeigt er in einer sehr strengen seriellen Art Papierarbeiten. Auf gleiche Formate aufgezogen sind es flache, reliefartige Wandobjekte, die stets ein Rechteck zeigen, das ein kleines Band zusammengehalten wird. Das geknitterte und bemalte Papier macht jedes Bild zum Unikat.

Auf diese Weise entsteht eine homogene Serie konzentriert angefertigter Kompositionen mit einem stets identischen zentralen Formelement. In der Farbigkeit sind diese auf Braun-und Schwarztöne reduziert. Die von ihm früher eingesetzten linearen Elemente entstehen nun durch die Licht- und Schattenwirkung der reliefartigen Oberfläche.

Wie immer ergibt die Kombination von zwei Kunstrichtungen in einer Galerie den spannenden Kontrast in der Villa Eugenia. Verbindendes Element ist das Papier als Gestaltungsmaterial. Die Spannung entsteht diesmal aus dem Kontrast von Abstraktion und Gegenständlichkeit.

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