Aktion für Menschenrechte
: Rathaus hisst in Hechingen wieder die tibetische Flagge

Die Stadt beteiligt sich an einer Aktion des Vereins Tibet Initiative Deutschland.
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(red/pm)
Oberndorf
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Die Stadt beteiligt sich erneut an einer Aktion des Vereins Tibet Initiative Deutschland.

Tibet Initiative Deutschland

Bereits seit 1996 setzen hunderte Städte, Gemeinden und Landkreise in Deutschland ein Zeichen für Menschenrechte, indem sie am 10. Mai die tibetische Nationalflagge hissen. Damit beteiligen sie sich an der Kampagne „Flagge zeigen für Tibet“ des Vereins Tibet Initiative Deutschland. Im Zollernalbkreis ist auch Hechingen

wieder mit dabei.

Dalai Lama feiert seinen 90. Geburtstag

Eine besondere Bedeutung hat die Aktion in diesem Jahr, weil der Dalai Lama seinen 90. Geburtstag begeht: Als Friedensnobelpreisträger und wohl bekanntester Flüchtling der Welt gründete er – nach der Besetzung von Tibet durch die chinesische Volksrepublik – im Jahr 1959 die tibetische Exilregierung und ruft seither dazu auf, Mauern zwischen Kulturen, Religionen und Nationen abzubauen, den Dialog zu suchen und Mitgefühl zur Grundlage von Entscheidungen zu machen. Wie Jürgen Detel von der Tibet Initiative Deutschland berichtet, jährt sich in diesem Jahr zudem zum 66. Mal der tibetische Volksaufstand von 1959, der von der chinesischen Volksarmee blutig niedergeschlagen wurde. Seitdem ist die tibetische Flagge auf dem Staatsgebiet Chinas streng verboten, der Besitz oder das Verbreiten der Flagge kann mit Haft bestraft werden.

Laut Detel hat sich die Menschenrechtslage in Tibet in den vergangenen Jahren immer weiter verschlechtert und wird international als katastrophal bewertet. Detel verweist dabei auf den „Freedom in the World-Index“ der internationalen Nichtregierungsorganisation Freedom House, in dem Tibet als die „unfreieste Region der Welt“ eingestuft werde.

Tibetische Kinder leben in Zwangsinternaten

Die chinesische Regierung unterdrücke die tibetische Bevölkerung systematisch und setze sie mit ihrer Assimilations-Politik extrem unter Druck, fügt Detel hinzu. Jüngste Ereignisse würden das Ausmaß dieser Repression verdeutlichen: Etwa eine Million tibetische Kinder müssten derzeit in Zwangsinternaten leben, wo sie getrennt von ihren Familien sind und ihnen der Zugang zu ihrer Sprache und Kultur nahezu vollständig verwehrt werde. Detel kritisiert zudem, dass infolge der rücksichtslosen Rohstoffausbeutung durch den chinesischen Staat zahllose Menschen vertrieben und tibetische Kulturschätze zerstört würden.

Die Regionalgruppe Neckar-Alb der Tibet Initiative Deutschland setzt sich seit vielen Jahren für die Menschenrechte und das Selbstbestimmungsrecht Tibets ein. Bei ihrer nächsten Veranstaltung am 6. Mai im Hechinger Bildungshaus St. Luzen soll es einen Multivisionsvortrag zum „Tabo“, dem ältesten Kloster im tibetischen Kulturraum, geben.

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