70 Jahre Gymnasium Haigerloch: Schulfest krönt ein bedeutendes Jahr

Haben ein gutes Balancegefühl: Die Schülerinnen der Akrobatik-AG am Gymnasium
Max BäurleDer offizielle Beginn des Schulfestes war auf 14 Uhr angesetzt, doch es ging schon eine Stunde früher los. Denn in der Schulaula wurden rund 40 Kinder begrüßt, die im neuen Schuljahr in zwei fünften Klassen ins Abenteuer Gymnasium starten. Sie durften nachher bei der Eröffnung der Fete auf den großen Freitreppe selbstredend in der ersten Reihe sitzen.
An der großen Freitreppe startet das Fest
Es war brütend heiß, doch das standen alle tapfer durch. Schulleiterin Karin Kriesell hielt eine kurze Begrüßungsrede und kündigte die Programmpunkte an, die im Freien stattfanden. Das hatte es in sich: der Unterstufenchor „Haiger Stars“ sang eine Geburtstagsständchen und rappte was das Zeug hielt, eine kleine Musikcombo intonierte „Imagine“ von den Beatles und das „Haus am See“ von Peter Fox. Die Akrobatik-AG der Schule begeisterte mit Jonglagen, Hebefiguren, Flickflacks, beim Laufen auf Stelzen und Balancieren auf Gummi-Bällen. Krönender Abschluss war eine große Pyramide, bei der die Mädchen von Seifenblasen umgeben waren und bunte Luftballons in den Himmel steigen ließen.

Schulleiterin Karin Kriesell bei ihrer Begrüßungsrede.
Foto: Kost/Thomas KostStreifzug durch die Jahrzehnte
Danach konnte alle Gäste machen, was sie wollten. Die meisten Gäste nutzen die Zeit, um das Schulgebäude zu durchstreifen, in dem sie ihre Jugend verbracht hatten. In verschiedenen Klassen- und Unterrichtszimmern gab es viel zu sehen, denn die Schüler und Schülerinnen hat sich in ihrer Projektarbeiten zum Schulfest mit dem Weltgeschehen seit 1954 befasst. Die Mondlandung wurde dabei genauso thematisiert wie die Faszination der James-Bond-Filme, der Mauerfall Ende der 80 Jahre oder legendäre Gesellschaftsspiele wie der Zauberwürfel oder „Superhirn“.
Auf dem Schulsportplatz hatte man seine Freude am Aktionsspiel „Bubble Balls“, am oberen Schulhof fand ein kleiner Jahrmarkt mit diversen Ständen statt, durchgeführt von der Schülermitverantwortung (SMV) und der Schulsozialarbeit.

In den Klassenzimmern wurde man in vergangene Jahrzehnte zurückversetzt.
Foto: Kost/Thomas KostViele Ehemalige feiern ein freudiges Wiedersehen
Es war natürlich ein großes Hallo und einzelne frühere Abschlussklassen hatten auch das Angebot der Schule genutzt – ein Klassenzimmer für das Wiedersehen zu reservieren. Ein Jahrgang, der zum Beispiel recht gut vertreten war, war die Abschlussklasse 1979. Platz, zum gemeinsam in Erinnerungen zu schwelgen boten Bänken und Tischen auf dem unteren Pausenhof. Hunger und Durst musste auch niemand leiden. In der Mensa war kurzerhand in eine riesige Kaffee- und Kuchenbar verwandelt worden, gleich nebenan gab es alkoholfreie Getränke und draußen stand ein Foodtruck mit Schupfnudeln und anderen Getränken bereit.

Die Abschlussklasse 1979
Foto: Bäurle/Max BäurleFinale in grün-weißen Farben
Zum Schluss gegen 17 Uhr läutete dann die Schulglocke das große Finale ein – wieder bei der Schultreppe – Stevie Wonder sang aus der Konserve sein berühmtes Ständchen „Happy Birthday“, die Unterstufe legte eine erstaunliche Einradshow hin und es wurden Rauchtöpfe geschwenkt mit weißem und grünen Rauch – den Farben des Gymnasiums. Dankesreden gab es ebenfalls noch.