47. Stadtmusikfest Haigerloch: Blasmusikfamilie feiert riesige Party

Der Gesamtchor aller Haigerlocher Musikvereine setzt dem Stadtmusikfest jedesmal die Krone auf.
Thomas KostSeit 1975 versammeln sich die neun Haigerlocher Blaskapellen einmal im Jahr zu einem fröhlichen Miteinander. Und so war es auch bei der 47. Auflage des Stadtmusikfestes, dessen Schauplatz dieses Mal der kleinstes Stadtteil Hart war.
Für eine tolles Ambiente herrschte, in dem sich unbeschwert feiern ließ, der Musikverein Hart gesorgt. Das Festzelt mitten Ort wurden rund um die beiden offenen Becken des Grubbenbaches aufgestellt, so dass dieser mit seinen sprudelnden Wasserspielen den Mittelpunkt des Geschehens bildete.
Und statt das Zelt komplett mit Biertischen und -bänken vollzustellen, war auf einer Seite der beiden Becken mit Holzpaletten, Sitzkissen und einer Überdachung aus Holzlatten eine stimmungsvolle Lounge geschaffen worden, in der man es sich gemütlich machen konnte.
Musiknachwuchs präsentiert sich vor Publikum
Der Rahmen passte also und so ging es bereits am Freitag mit einem Abend unter dem Motto „Bachfeelings!“ los, bei dem das musikalische Multitalent Chris Metzger eine super Stimmung ins Zelt zauberte (wir berichten noch).
Der Samstagnachmittag gehörte dann dem Musiknachwuchs aus dem Stadtgebiet. Nacheinander traten die Bläserklasse der Grundschule Trillfingen (Stefan Riethmüller sprang als Dirigent ein), die Vorstufenkapelle Haigerloch (Leitung Dirk Edele), die Jugendkapelle Haigerloch (Leitung aushilfsweise Jochen Schlotter) und die Jugendkapelle aus Owingen (ebenfalls unter Leitung von Stefan Riethmüller).
Der Musikantennachwuchs beherrschte ein vielseitiges Repertoire; 80er-Jahre Pop-Hits wie „Eye of the Tiger“ beherrschte er genauso mühelos wie Blasmusikklassiker wie „Die Vogelwiese“. Moderiert wurde das Jugendvorspiel von Sabrina Konsdorf.
Zwei Schläge, dann ist das Bierfass angestochen
Abends vollzogen dann Ortsvorsteher Thomas Bieger und der stellvertretende Bürgermeister Markus Gauss den obligatorischen Fassanstich. Nach zwei Hieben floss auch schon der Gerstensaft, so dass sie mit den beiden Vorsitzenden des Musikvereins Hart, Julia Biesinger und Mathias Kessler, auf ein gelingendes Fest anstoßen konnten. Auf der Festzeltbühne hatte derweil der Musikverein aus Hohenwart bei Pforzheim Platz genommen. Die Verbindung zu diesem Verein waren durch private Kontakte zu Stande gekommen und die Harter Musikanten hatten 2024 bei dessen Turmfest am Vatertag gespielt.

Prost! Fassanstich mit (von links): Julia Biesinger (MV-Vorsitzende), Ortsvorsteher Thomas Bieger, Bürgermeister-Stellvertreter Markus Gauss und Mathias Kessler (MV-Vorsitzender).
Foto: Thomas KostAm Sonntag wurde das Stadtmusikfest traditionell mit einem ökumenischen Gottesdienst fortgesetzt, den der katholische Pfarrer Michael Storost und der evangelische Pfarrer Oliver Saia gemeinsam hielten. Die Messe in der Johanneskirche wurde vom Musikverein aus Gruol umrahmt.
Immer wieder imposant: Der Gesamtchor der Haigerlocher Musikvereine
Nachmittags fand dann ein Sternmarsch der Musikgruppen ins Festzelt statt, wo alle um die Wasserspiele eine Runde drehten und dann wieder ins Freie auf den Platz vor dem Harter Feuerwehr marschierten, wo sich die alle acht Haigerlocher Musikvereine zu einem riesigen Gesamtchor vereinten und unter der Leitung des Harter Dirigenten Oliver Martini die Stücke „Wir Musikanten“, die Polka „Slavonicka“, das Hohenzollernlied und die deutsche Nationalhymne anstimmten.
Danach war die Bühne frei für einen Konzertnachmittag der Haigerlocher Musikvereinen in Zweierkombinationen. Er wurde vom Musikverein Bittelbronn und der Stadtkapelle Haigerlocher eröffnet, danach folgten die Musikvereine aus Weildorf und Stetten, aus Trillfingen und Gruol und den Abschluss machten Owingen und Bad Imnau. Danach klang der Festsonntag bei Unterhaltung mit dem Musikverein aus Weildorf aus.