Zur 950-Jahr-Feier
: Rundweg führt auf Spuren der Ortsgeschichte Hallwangens

Der neue Rundwanderweg, den eine Arbeitsgruppe zur 950-Jahr-Feier von Hallwangen konzipiert hat, wurde offiziell eröffnet. Rund 100 Teilnehmer waren mit dabei.
Von
Lothar Schwark
Oberndorf
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Bei der offiziellen Eröffnung des Rundwanderweg „Auf den Spuren Hallwanger Geschichten“ (von links): Ralf Müller, Dominik Arnold, Kerstin Matz, Daniela Linsbauer, Joachim Lehmann, Hanna Schneider, Andreas Berg und Annina Müller

Lothar Schwark

Als Mitinitiator begrüßte Joachim Lehmann zur offiziellen Eröffnung des Rundwanderwegs die erwartungsfrohen Teilnehmer, darunter Gemeinde- und Ortschaftsräte sowie die Ortsvorsteher Karl Heinz Reisch (Aach) und Joachim Böhm (Musbach).

Mit dem neuen zehn Kilometer langen Rundwanderweg „Auf den Spuren Hallwanger Geschichten“ leben an den Info-Punkten Bahnlinie, Schäff-Zerweck-Denkmal, Kloster, Burg, Hurenbrunnen und Silberwald geheimnisvolle Sagen und Geschichten wieder auf. Auf schmucken Schautafeln führt „Ritter Rudolfus von Haldewang“ als getreuer Zeuge alter Zeiten durch die 950-jährige Ortsgeschichte.

Lehmann ging nochmals auf die Ideen des Arbeitskreises und der Mitinitiatoren Andreas Berg und Achim Harter ein. Die Idee für den Rundwanderweg war während der Coronazeit 2021/2022 entstanden. Besonders in dieser Zeit waren ein Spaziergang am Köpfle oder eine kurze Wanderung in Richtung Musbach eine willkommene Abwechslung.

Von der Entstehung

So habe sich die Frage gestellt, warum es keinen ausgeschilderten Wanderweg rund um Hallwangen gibt. „Der Gedanke war geboren, ein Wanderweg musste her“, so Lehmann. Die Streckenführung war schnell gefunden. Die Initiatoren wollten die schönsten Sonntagsspazierwege zusammenfassen. Schon war die Wanderrunde definiert.

Ritterin Kerstin Matz stellte den Gästen die Schäff-Zerweck-Station vor, wo die Geschichte des Einsiedlers beschrieben wird.

Foto: Lothar Schwark

Ende 2022 stand das Konzept fest: „Es sollte ein Rundwanderweg mit Geschichten rund um Hallwangen werden“, erläuterte Lehmann. Respekt und Anerkennung sprach er all denjenigen aus, die sich mit der Heimatgeschichte befassen. Für die Umsetzung des geschichtlichen Teil sei dies ein wahrer Schatz gewesen.

Jede Menge Unterstützung

Besonders Bärbel Kalmbach, Erna Mergner sowie Hans Ulrich Bergler hatten zum Gelingen beigetragen. Ein Dank ging auch an Hanna Schneider vom Rathaus Dornstetten für ihre wichtige Unterstützung, ein Lob an Förster Polkovski sowie an Arnold Design für Konzept und Design.

Die neu erstellte Burg soll an das Jubiläum 950 Jahre Hallwangen erinnern.

Foto: Lothar Schwark

Ein weit sichtbarer Höhepunkt des Wegs ist die Hallwanger Burg. Dem Burgenteam Dani, Wolfgang, Tim, Lea und Nils Linsbauer sowie Stefan Huber sprach Lehmann für ihre Baukunst ein Extralob aus.

Nach der offiziellen Eröffnung machten sich die Wanderer vom Zentralparkplatz des Barfußparks auf den Weg. Als Überraschung, wurden die Wanderer an jedem Infopunkt von „Ritter Rudolfus von Haldewang“ in schmucker Ritterpracht empfangen.

Nie gebaute Bahnlinie

Die Akteure im Ritterkostüm erzählten an den verschiedenen Stationen unter anderem von einer nie gebauten Bahnlinie, griffen aber auch Geschichten eines Philosophen und Dichters auf. Die Teilnehmer begegneten der tragischen Liebe einer Ritterstochter, erfuhren von verborgenen Schätzen einer Burg und von verbotenen Treffen zwischen Nonnen und Mönchen. Aber auch der Silberabbau im schwarzen Walde ist Thema des Rundwegs.

Zeit sollte man mitbringen. Für die zehn Kilometer lange Strecke sind rund zweieinhalb Stunden reine Gehzeit vorgesehen. Der Verlauf der Strecke ist auf der Schautafel am Zentralparkplatz des Barfußparks ersichtlich. Interessierte Wanderer können je nach Kondition auch Teilstrecken absolvieren. Vom Köpfle aus bietet sich einen schöner Ausblick über den Nordschwarzwald und bis zur Schwäbischen Alb.

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