Geheimnisvolle Mauer
: Ruine im Wald bei Baiersbronn gibt Rätsel auf

In Baiersbronn gibt es jetzt eine Ausstellung zum Thema Kleindenkmale. Besucher könnten dabei helfen, so manche Rätsel aufzuklären.
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(red/pm)
Oberndorf
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Die geheimnisvolle Mauer im „Fuchsloch“ – niemand weiß, wozu sie einst diente.

Gemeinde Baiersbronn

Mit der Ausstellung „Kleindenkmale in Baiersbronn – Unbekannte Schätze am Wegesrand“ holt die Gemeinde Baiersbronn ihre stillen Zeitzeugen ins Rampenlicht. Darüber berichtet die Gemeinde in einer Pressemitteilung.

Zur feierlichen Eröffnung strömten laut der Mitteilung zahlreiche Gäste in Hauffs Märchenmuseum. Bürgermeister Michael Ruf würdigte das Projekt als „ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie Bürgersinn, Fachwissen und Heimatverbundenheit unsere Kulturlandschaft sichtbar machen“.

Die Ausstellung ist das Ergebnis jahrelanger ehrenamtlicher Arbeit. Seit 2017 wurden unter der Leitung von Gemeindearchivarin Dorothee Kühnel zahlreiche Kleindenkmale im Gemeindegebiet dokumentiert, digitalisiert und ins Geoinformationssystem (GIS) des Landkreises eingepflegt.

Historische Geräte

„Ohne unsere Ehrenamtlichen gäbe es diese Ausstellung nicht“, betonte Bürgermeister Ruf. Genannt wurden unter anderem Karl Gotsch, der sämtliche Erfassungsbögen digitalisiert und für den Import in das GIS vorbereitet hat, sowie Heinz Rothfuß, Catharina Frey und Harald Finkbeiner, die mit Spürsinn und Ausdauer im Gelände recherchieren, wie es in der Mitteilung heißt. Auch historische Vermessungsgeräte von Wolfgang Zeile aus den 1950er Jahren sind in der Ausstellung zu sehen.

Ein besonderer Blickfang der Ausstellung ist eine geheimnisvolle Ruine im Waldgebiet „Fuchsloch“ bei Mitteltal. Es handelt sich um eine halb verfallene Mauer aus Sandstein – ohne Inschrift, ohne Eintrag in alten Karten. Kein Hinweis deutet auf ihre frühere Funktion hin. „Solche Kleindenkmale sind besonders faszinierend“, sagt Dorothee Kühnel. „Sie fordern uns regelrecht heraus: Findet heraus, was ich war.“

Aufruf an die Bevölkerung

Drei Fotos der Ruine sind in der Ausstellung zu sehen – versehen mit einem Aufruf an die Bevölkerung: Wer kennt die Mauer oder ihre Geschichte?

Die Ausstellung läuft bis zum 12. November und ist mittwochs, samstags, sonntags und feiertags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Am Sonntag, 24. August, finden um 11 Uhr und um 15 Uhr zwei kostenlose Führungen statt.

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