„Top Job“ in Freudenstadt: Messe präsentiert sich kompakter und noch vielseitiger

Auch die Friseurinnung ist auf der Messe Top Job in Freudenstadt vertreten.
Monika Schwarz- In Freudenstadt zeigte „Top Job“ 92 Aussteller – zwölf mehr als im Vorjahr.
- Die Messe lief von 8.30 bis 13 Uhr, offiziell eröffnet wurde sie um 8 Uhr.
- Schüler informierten sich über Ausbildungsberufe, duale Studiengänge und Karrieren.
- Landrat und OB betonten Bedeutung der Messe; digital Infos unter www.topjob-digital.de.
- Stände boten Aktionen wie virtuelles Schweißen, Demenzbox, Schätzen und Handwerks-Workshops.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Kompakter und noch vielseitiger als in den Jahren zuvor präsentierten 92 Aussteller - zwölf mehr als im Vorjahr - am Donnerstag auf der Ausbildungs- und Studienmesse Top Job im Kur- und Kongresszentrum in Freudenstadt ihre Ausbildungsberufe, dualen Studiengänge und vielseitigen Karrieremöglichkeiten in den unterschiedlichen Branchen.
Von 8.30 bis 13 Uhr nutzen ganze Trauben von Schülern verschiedener Schularten im Landkreis die Gelegenheit, sich in Sachen Berufsorientierung etwas mehr Klarheit zu verschaffen. An den Ständen im gesamten Kur- und Kongresszentrum standen Azubis, Studenten und auch Ausbilder für die Beantwortung der vielen Fragen bereit.
Offiziell eröffnet wurde „Top Job“ in diesem Jahr bereits um 8 Uhr. Landrat Andreas Junt erinnerte daran, dass es diese Messe bereits seit über 20 Jahren gibt. Er dankte dem gesamten Organisationsteam und insbesondere Michael Vieth und Marius Singer, die das Ganze federführend begleitet haben.

Landrat Andreas Junt beim Ausprobieren der Demenzbox
Monika SchwarzIhn freue die Messe als Unternehmer, als Vater einer Schülerin und auch als Landrat. Die Messe zeuge vom „Wir-Gefühl“ in herausfordernden Zeiten und sie bringe Angebot und Nachfrage zusammen. Dies nicht nur vor Ort, sondern zwischenzeitlich auch digital. Wer nicht dabei sein könne, habe so die Gelegenheit, sich unter www.topjob-digital.de auch im Nachgang zu informieren. Den Schülern riet er dazu, den eigenen Weg zu gehen und sich da auch nicht beeinflussen zu lassen. Die Messe sei dafür vielleicht der Startschuss.

OB Adrian Sonder begrüßt beim Rundgang Auszubildende und Studenten beim Finanzamt.
Monika SchwarzFreudenstadts Oberbürgermeister Adrian Sonder erinnerte daran, dass es an jedem Einzelnen liege, in herausfordernden Zeiten Veränderungen zu gestalten. An Formaten wie dieser Messe dürfe man auch in Zeiten knapper Kassen nicht sparen.
Michael Vieth vom Organisationsteam hatte interessante Zahlen rund um das Thema Beruf und Ausbildung im Gepäck. Jeder vierte Beschäftigte sei bereits über 55, nachfolgende Jahrgänge seien aktuell nur noch halb so groß wie diejenigen, die sich jetzt in den Ruhestand verabschieden. Die Zahl der arbeitslosen Akademiker sei so hoch wie noch nie, 2,7 Millionen Menschen unter 35 hätten gar keinen Berufsabschluss. Auch der Fachkräftemangel sei enorm. Vor diesem Hintergrund gewinne eine solche Messe noch einmal an Bedeutung. Kreative Ideen, schlanke Abläufe und flexible Aussteller hätten es ermöglicht, die Zahl der Aussteller trotz des begrenzten Platzes erfreulich zu erhöhen. Jetzt sei man aber am Limit angekommen. „Top Job steht für Vielfalt statt Gleichschaltung, anpacken statt zuschauen und loslegen statt abwarten“, bilanzierte er.

Am Messestand der Firma Lacker können die Besucher ein Vogelhäuschen bauen.
Monika SchwarzUm den Andrang etwas zu entzerren, hatten sich die Schulklassen zeitlich versetzt angemeldet. Ihnen wurde neben der Möglichkeit der Information und Kontaktaufnahme auch jede Menge Spaß und kurzweilige Unterhaltung an den Ständen geboten. So konnte man Glücksräder drehen, virtuell schweißen, eine Demenzbox ausprobieren, auf unterschiedliche Art und Weise die eigene Reaktion testen, Schätzungen vornehmen, Baumstämme zersägen oder personalisierte Flaschenöffner herstellen, um nur einige Beispiele zu nennen.

Jede Menge Informationen und „Give-aways“ gibt es auch bei der Kreissparkasse.
Monika SchwarzBroschüren und unzählige „Give-aways“ wanderten in die Taschen und wurden mit nach Hause genommen. Viele Schüler informierten sich gezielt und vereinbarten bestenfalls sogar Praktika. Andere verschafften sich in der Fülle des Angebots einen Überblick über all das, was grundsätzlich möglich ist. Sowohl die Aussteller als auch die Besucher zeigten sich zufrieden und lobten am Ende die niederschwellige Art der Kontaktaufnahme.