Tag der Architektur rund um Calw: Bemerkenswerte Gebäude im Fokus

Unter anderem wird bei der Tour das Gemeindehaus Sankt Josef besichtigt.
Ludolf Dahmen FotografieMit der Vorstellung von drei besonderen Bauprojekten in den Landkreisen Calw und Nagold beteiligt sich die Kammergruppe Nordschwarzwald der Architektenkammer Baden-Württemberg am Tag der Architektur am 27. Juni. Darüber informiert die Kammergruppe in einer Pressemitteilung.
Am letzten Juniwochenende hat die interessierte Bevölkerung Gelegenheit, hinter die Kulissen verschiedener Bauprojekte zu blicken und dabei Hintergrundinformationen über die Planung dieser Objekte, ihre Umsetzung sowie die dahinter stehende Idee zu erfahren. Ziel der Veranstaltungsreihe ist es, Architektur, Innenarchitektur, Landschaftsarchitektur und Stadtplanung für die Öffentlichkeit erlebbar zu machen und so für die Thematik zu sensibilisieren und das Interesse an Architektur zu wecken.
Dass dies gelingt, hofft auch Architekt Peter Gärtner, der Vorsitzende der Kammergruppe Nordschwarzwald und langjährige Partner beim Architekturbüro „Schmelzle + Partner“ in Hallwangen. „Ich würde mir wünschen, dass auch der diesjährige Tag der Architektur wieder dazu beiträgt, den Blick für gelungene Architektur in der Bevölkerung zu schärfen“, sagt Gärtner.
Seltene Gelegenheit
Der Tag biete immer wieder die Möglichkeit, auch solche Projekte zu besichtigen, zu denen man ansonsten nur eingeschränkt oder manchmal auch gar keinen Zugang habe. Gärtner hofft deshalb auf eine möglichst große Resonanz.
Die in diesem Jahr von der Kammergruppe Nordschwarzwald geplante Rundfahrt mit Besichtigung von drei Objekten startet am Samstag, 27. Juni, um 13 Uhr am Nagolder Bahnhof und führt von dort aus um 13.35 Uhr zum ersten Stopp am Gemeindehaus Sankt Josef in der Bahnhofstraße 50 in Calw.
„Kompromisslos modern und doch archaisch“
Das von den „baumann. dürr Architekten“ aus Karlsruhe geplante und in den Jahren 2022 bis 2024 realisierte Gebäude mit seiner hellen Klinkerfassade verbindet laut der Mitteilung zeitgemäße Architektur mit den Anforderungen eines kirchlichen Begegnungsortes. „Kompromisslos modern und doch archaisch und damit seltsam vertraut“- beschreibt das Planungsbüro dieses Haus der Gemeinschaft inmitten der Stadt.
Die zweite Station um 15.10 Uhr ist der Kindergarten Hasenbrunn, Am Waldufer 21, in Nagold, der vom dort ansässigen Architekturbüro „zwei b Architektur“ realisiert wurde und sich als fünfgruppiger Kindergarten mit seiner klaren, prägnanten Formensprache harmonisch in die dortige Wohnbebauung einfügt, wie es in der Mitteilung heißt.
Drei zueinander versetzte Baukörper mit Satteldächern gliedern das Volumen des Gebäudes. Ein lichtdurchflutetes Foyer bildet das Herzstück im Erdgeschoß, von dem aus alle fünf Gruppenbereiche, der Mehrzweckraum sowie das Bistrot und die Küche erschlossen wurden.
Bewusst einfach gehalten
Dritte und letzte Station ist um 16.20 Uhr das Bildungszentrum der IHK Nagold in der Calwer Straße 28. Das vom Architekturbüro „Harris+Kurrle“ Architekten aus Stuttgart geplante und in den Jahren 2023 bis 2025 gebaute Gebäude wurde ebenfalls in drei gleich große, aber versetzte Baukörper gegliedert und fügt sich deshalb trotz des großen Raumvolumens optimal in die Umgebung ein, heißt es in der Mitteilung. Die Organisation des Neubaus wurde bewusst einfach gehalten: das Flursystem, das die Räume erschließt, verbindet die Baukörper im Innern zu einer Einheit.
Anmeldungen für die Rundfahrt beim Architekturbüro „Schmelzle+Partner“ unter Telefon 07443/96 06 70 oder per E-Mail an v.krimmer@schmelzle.de.