Stadt Freudenstadt
: Großer Personalabbau aktuell noch kein Thema

Die Stadt Freudenstadt hält laut eigenen Angaben bislang gut Kurs in der kommunalen Finanzkrise. Das war Thema bei der Personalversammlung.
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(red/pm)
Oberndorf
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Die geehrten und verabschiedeten Mitarbeiter der Stadt Freudenstadt mit Oberbürgermeister Adrian Sonder, Bürgermeister Wolfgang Fahrner, Haupt- und Personalamtsleiterin Christine Schwarz sowie Personalratsvorsitzende Kerstin Harzer.

Rath/Stadtverwaltung

Die Stadt Freudenstadt spürt die Folgen der kommunalen Finanzkrise, kann mit dem eingeschlagenen strikten Sparkurs die Auswirkungen aber aktuell noch in Grenzen halten. Möglich sei dies auch durch eine lösungsorientierte Zusammenarbeit zwischen Verwaltungsspitze und Personalrat.

Das ist laut einer Pressemitteilung der Stadt die Botschaft aus der Personalversammlung, zu der sich die Mitarbeiter der Stadtverwaltung und der städtischen Eigenbetriebe im Kurtheater getroffen hatten. „Wir können froh sein, dass wir noch keinen großen Personalabbau diskutieren müssen, wie es andere Städte bereits tun“, wird Personalratsvorsitzende Kerstin Harzer zitiert. „Das heißt nicht, dass wir nicht auch vor großen Herausforderungen stehen, ganz im Gegenteil.“

Aktuell erlebe die Belegschaft ohnehin gravierende organisatorische Veränderungen durch die Modernisierung und Digitalisierung der Verwaltung. „Die Digitalisierung kann uns entlasten. Aber es geht natürlich auch um Kosten und die Personalsituation“, so Harzer. Eine Reihe erfahrener Kollegen gehe bald in den Ruhestand. Deren Erfahrung sei nicht so einfach zu ersetzen.

Einsparen ohne zu kürzen

Wichtig sei, dass die Belegschaft in Veränderungsprozesse eingebunden werde. Es sei möglich, Einsparungen ohne Kürzungen zu erreichen. Der Personalrat arbeite hier vertrauensvoll mit der Verwaltungsspitze zusammen. „Dabei ist es nicht unser Stil bei der Stadt Freudenstadt, laut und publikumswirksam in der Öffentlichkeit zu diskutieren, sondern Punkte intern gemeinsam und konstruktiv zu lösen“, sagte Harzer.

Das bestätigte auch Oberbürgermeister Adrian Sonder: „Wir erleben derzeit herausfordernde Zeiten und setzen dabei auf den Kompromiss. Ausgleich der Interessen ist nicht nur das Wesen einer Demokratie, sondern auch innerhalb unserer Verwaltung. Wir müssen in dieser Lage zusammenhalten und manche Dinge künftig auch anders machen.“

Lob vom Oberbürgermeister

Dienst nach Vorschrift sei nicht die Lösung. „Wir agieren lösungsorientiert und bürgernah, das wird mir von Bürgern auch immer wieder so bestätigt“, so Sonder.

Wie leistungsfähig die Stadt sei, habe auch die Gartenschau gezeigt. „Sie war ein großer Erfolg, und für diese Teamleistung bin ich außerordentlich dankbar“, sagte der Oberbürgermeister. Weiteres Beispiel: Während es in Großstädten teils drei Monate dauere, den Personalausweis zu verlängern, bräuchten Bürger in Freudenstadt dafür nicht mal einen Termin: „Man geht einfach ins Rathaus und wird bedient. Es ist dieser kurze und direkte Draht zur Verwaltung, der uns ausmacht.“

Zufriedenheit der Bürger

Abläufe zu verbessern, die Zufriedenheit der Bürger hochzuhalten und den Mitarbeitern dafür einen inneren Kompass an die Hand zu geben, ist Ziel des Leitbildprozesses, den die Stadt gestartet hat. Bürgermeister Wolfgang Fahrner und Christine Schwarz, Leiterin des Haupt- und Personalamts, stellten mit ihrem Team die Ziele und den Fahrplan des Prozesses vor.

Den Weg im Detail will die Stadt zusammen mit den Mitarbeitern entwickeln. „Wir wollen eine bürgernahe und moderne Verwaltung sein, die mit Herzblut, Leidenschaft und gesundem Selbstwertgefühl arbeitet“, betonte Fahrner laut Mitteilung.

Verabschiedungen und Ehrungen

Ehrungen
 45 Jahre Stadt Freudenstadt: Karl-Eugen Jehle. 30 Jahre Stadt Freudenstadt: Ingrid Haas, Thomas Bosch, Andrea Heinzelmann, Sascha Reich, Tobias Beilharz und Birgit Kretschmar. 20 Jahre Stadt Freudenstadt: Maria del Carmen Vega Amil und Janine Batsch. 40 Jahre öffentlicher Dienst: Jochen Kaupp, Brigitte Stoll, Alwin Höß, Jürgen Rauser, Ute Haag, Thomas Bosch und Klaus Heinzelmann. 25 Jahre öffentlicher Dienst: Klaus Klumpp, Andreas Ammer, Carmen Steidl, Isabel Blüher-Hanas, Eva-Maria Lutz, Manuela Streusel, Dieter Schmelzle, Yvonne Bartodziej, Elke Klumpp und Heinrich Schrempp.

Verabschiedungen
Gaby Fischer, Roland Schuler, Hans Heinzelmann, Brigitte Stoll, Heinz Walz, Norbert Züfle, Wolfgang Finkbeiner, Karl-Eugen Jehle, Roswitha Wolf, Wilfried Döring, Karin Gaiser, Ingrid Haas, Günther Ohr-Klumpp, Thomas Bosch, Birgit Gerstheimer und Galina Heinrich.

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